Bei aller Logik dieser Erklärung warnt Hog-Lehner jedoch davor, die aktuellen Schneemengen als Beweis für die globale Erwärmung anzusehen: "Sie mögen ein Anzeichen sein, mehr aber auch nicht."

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"Schneemenge ist nicht mit dem Klimawandel zu erklären"

In diese Warnung stimmen Klimaforscher mit ein: "Dass die Schneemengen mit dem Klimawandel zu erklären seien, stimmt nicht", sagt Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel.

Angesichts des besonders kalten Winters in Deutschland müsse man die Ursache eher in der abgeschwächten nordatlantischen Oszillation sehen - ein Effekt, der der globalen Erwärmung entgegenwirke: Als nordatlantische Oszillation wird die Schwankung der Druckverhältnisse zwischen Island und den Azoren bezeichnet. Ist sie stark, kommt mit starken Westwinden milde Luft nach Deutschland. "Nun hat sich diese Tendenz umgekehrt, und die Winter werden strenger", sagt Latif.

Und wann wird es aufhören zu schneien? Ende der nächsten Woche werde es wohl wieder milder, aber regnerisch, sagt der Meteorologe Hog-Lehner. "Ob das ein Grund zur Freude ist, wird sich allerdings zeigen. Vermutlich haben wir dann den nächsten Salat: Hochwasser."

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  1. Größere Hitzewellen, heftigere Schneestürme
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(SZ vom 6.3.2006)