Ist die aktuelle Wetterlage auch dem Klimawandel geschuldet? Die Meteorologen sind sich in dieser Frage nicht einig.
Menschen, die zum ersten Mal im Leben morgens einen riesigen Schneehaufen anstelle ihres Autos vor der Haustür finden, hören es nicht gern: "Aber diese Niederschläge in Süddeutschland sind - auch für die Jahreszeit - nicht ungewöhnlich.
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In den kommenden Jahren müssen wir damit ebenfalls rechnen."Die Erklärungen von Meteorologen wie Daniel Hog-Lehner vom Bonner Wetterdienst donnerwetter.de, der die Rundfunk-Warndienste im Norden mit meteorologischen Neuigkeiten und Hintergründen versorgt, sind wenig tröstlich.
Schließlich waren manche Regionen seit 15 Jahren nicht mehr von so starken Schneefällen betroffen wie am vergangenen Wochenende.
"Dennoch sind die Schneemassen vordergründig ganz einfach zu erklären: Über Süddeutschland verläuft zurzeit eine Luftmassengrenze zwischen Kaltfronten aus Skandinavien und feuchtwarmer Luft aus dem Mittelmeerraum.
Ein Tief nach dem anderen zog in den letzten Tagen von West nach Ost über den Süden", sagt Hog-Lehner. Und weil Warmluft mehr Wasser aufnehmen kann als Kaltluft, kondensieren gewaltige Wassermengen in der Mittelmeerluft, wenn sie auf skandinavische Kaltfronten stoßen, und schneien ab. Das Resultat: Deutschlands Süden, Teile Hessens und auch Teile Österreichs färbten sich weiß.
Allein die Schneemenge, die dabei herunterkam, nehmen Meteorologen und Klimaforscher zum Anlass, Hintergründe auch in größeren Zusammenhängen zu suchen.
Noch kein Beweis für die globale Erwärmung
"Ich wäre aber vorsichtig, die Ereignisse mit Effekten der globalen Erwärmung zu erklären", sagt Daniel Hog-Lehner - wenngleich sich bei dem Versuch ein logisches Bild ergebe: "Wenn wir aufgrund des Klimawandels mehr Warmluft haben, können die Luftmassen mehr Feuchtigkeit binden. So wie jetzt die Mittelmeerluft, die uns den Schnee gebracht hat.
Verdunstet mehr Wasser, wird wiederum mehr Wärme frei, die Effekte verstärken sich, und es kommt in den nächsten Jahren zu immer weiteren Wetterextremen - in beide Richtungen: Es wird wahrscheinlich mehr Hitzewellen im Sommer geben, aber eben auch stärkere Schneestürme im Winter."
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Griechenland in der Schuldenkrise