Untersuchungen an Leguanen auf den Bahamas zeigen: Fressfeinde können die Reptilien überleben - dem Klimawandel werden sie wohl nicht standhalten können.
Allein auf einer Bahamas-Insel, das ist für viele Menschen der Traum vom Urlaub. Ryan Calsbeek und Robert Cox hatten im Sommer 2009 sogar fünf solcher Eilande für sich - doch dort hatten sie vor allem viel Arbeit:
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Untersuchungen an Bahamas-Anolis Leguanen zeigen, dass der Tod durch den Konkurrenten wichtiger für die natürliche Auslese ist als durch Fressfeinde. (© Foto: Joseph Mehling, Dartmouth College)
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Sie mussten Netze spannen, Schlangen aussetzen, Vögel fotografieren, Leguane zählen und immer wieder nach dem Rechten sehen. Die beiden Biologen vom Dartmouth College in New Hampshire haben auf den Bahamas die Mechanismen der Evolution in einem großen Experiment nachvollzogen.
Nun wissen sie, dass mindestens auf Inseln Artgenossen ärgere Gegner sein können als Fressfeinde.
1703 Leguane der Art Bahamas-Anolis hatten die Biologen jeweils im Mai 2008 und 2009 auf den Inseln ausgesetzt, darunter 553 Männchen. Diese stammten von der Nachbarinsel Great Exuma; Calsbeek und Cox hatten sie dort gefangen, vermessen und markiert.
Dann mussten die bis zu 18 Zentimeter großen Leguane mit den charakteristischen roten Kehlsäcken bis September auf den Inseln überleben. Zwei von ihnen hatten die Biologen mit Vogelnetzen überspannt, um die Reptilien vor Fressfeinden aus der Luft zu schützen; auf zwei anderen hingegen setzten sie sogar zusätzlich Schlangen aus.
Fressfeinde vermindern Überlebenschancen nicht
Als die Forscher die Leguane im September wieder einsammelten, fanden sie noch 615 Anolis vor, davon 185 Männchen (Nature, online).
Mit der Zahl der Fressfeinde hatten die Überlebens-Chancen wie erwartet abgenommen. Trotzdem waren nicht unbedingt die kräftigsten Tiere im Vorteil.
Die mittlere Größe der eingefangenen Männchen, ihre Ausdauer und Beinlänge unterschieden sich nicht von den Werten der vier Monate zuvor ausgesetzten Tiere. Die Bedrohung durch Fressfeinde hatte also bei der Fortpflanzung der Leguane keinen Selektionsdruck im Sinne von Darwins Theorie ausgelöst:
Stattliche wie mickrige Leguane hatten gleiche Chancen, Nachwuchs zu zeugen. Die Nachkommen der Überlebenden hatten sich im Durchschnitt auch nicht besser vor den Angreifern verstecken können als die Generation ihrer Eltern.
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seit Jahrzehnten ist kein Klimawandel sondern Realität.
Das Niveau dieser Forschungen ist absolut unakademisch.
Vielen Dank für den treffenden Kommentar! Dass "Wissenschaftler" einen solchen Quatsch verbreiten ist das eine. Mich ärgert viel mehr, dass die Mainstream-Presse (SZ, Spiegel, etc.) das alles völlig unkritisch abdrucken...
Alles klar! Diese Tierchen haben in der Evolution binnen lächerlicher 100 Mio Jahren Klimaveränderungen mit Temperaturschwankungen von über 80° vorzüglich überlebt und sich angepasst - wofür Reptilien ansich auch bekannt sind.
Jetzt kommt eine Horde Pro7GallileoIlluminaten-Forscher daher, legen ihre Tarotkarten auf und beschließen das Aussterben dieser Tiere. Dass die gerade mal grobgerechnet 49 Eiszeiten unbeschadet überlebt haben, war bloßer Zufall; wahrscheinlich haben die sich aus aussterbenden Mammuts winterfeste Goretex-Pelzmäntell geschneidert!
Also CDU-Wähler mag man mit solchen Geschichten Angst machen und beeindrucken, die Echsen allerdings lachen sich wahrscheinlich gerade die Schuppen vom Leib!
Vielleicht hätten sie die Echsen im Deutschen Bundestag aussetzen sollen, da wären sie sicher nach kurzer Zeit alle an einer Überdoses Kor.ruption und krankhaftem Schwachsinn ausgestorben!