Von Axel Bojanowski

Umweltminister Gabriel hatte das Düngen des Meeres mit Eisensulfat verhindert. Dank Forschungsministerin Schavan kann es nun beginnen.

Die Wissenschaftler an Bord des deutschen Forschungsschiffes Polarstern dürfen ein umstrittenes Groß-Experiment nun doch durchführen.

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Die Polarstern bei einer früheren Versorgungsfahrt in die Antarktis. (© Foto: AFP)

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Vor zwei Wochen war das Vorhaben, im Südpolarmeer Eisensulfat auszustreuen, nach dem Protest von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gestoppt worden.

Der rund vier Millionen Euro teure Versuch sollte zeigen, wie viel Treibhausgas eine von dem Eisen angeregte Algenblüte binden kann. Gabriel fürchtete, das Projekt stehe im Widerspruch zu Umweltbeschlüssen der UN.

Doch vier eigens eingeholte Gutachten erklärten das Projekt nun für einwandfrei. Es stehe "im Einklang mit dem Völkerrecht" und sei "unter Umweltgesichtspunkten unbedenklich", sagt Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU).

Das Experiment werde nun beginnen. Die Gutachter von internationalen Instituten loben das Projekt sogar: Es sei "mit großer Sorgfalt geplant".

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(SZ vom 27.01.2009/mcs)