Von Text: Ingo Arzt, Susanne Lummer; Illustrationen: Yvonne Zmarsly

Was ist wahrer Forschergeist? Einen Versuch zu starten, dessen Ergebnis kommende Generationen auswerten dürfen. Passiert nicht so selten.

1781 Augustiner-Mönche am Hohenpeißenberg beginnen, Wettermessungen zu notieren. Heute setzen professionelle Meteorologen die Aufzeichnung fort.

Wettermessung

(© )

Anzeige

1843 Am Rothamsted Institute in England werden erstmals Bodenproben entnommen. Die Messreihe zeigt die zunehmende Belastung der Umwelt.

1869 Die deutsche Koldewey-Expedition erreicht Ostgrönland. Seither wird im heutigen Danmarks Havn kontinuierlich Polarforschung betrieben.

1875 Das Deutsche Archäologische Institut startet Grabungen im griechischen Olympia. 2004 finden die Forscher vermutlich den Vorläufer des Zeustempels.

1897 Akademien der Wissenschaften beginnen, 1,7 Millionen Zettel mit ägyptischen Hieroglyphen zu ordnen. Heute entsteht daraus ein virtuelles Wörterbuch.

1930 Der Australier Thomas Parnell öffnet den Verschluss eines Trichters, der mit zähflüssigem Pech gefüllt ist. Derzeit bildet sich erst der achte Tropfen.

1933 Forscher in Großbritannien beginnen, an mehr als 100 Stellen fast täglich Insekten zu fangen. Sie untersuchen, wie die Umwelt die Tiere beeinflusst.

1951 In Baltimore entnehmen Ärzte der krebskranken Henrietta Lacks Gebärmutter-Zellen. Sie vermehren sich als HeLa-Zellkultur bis heute in Labors.

1960 Das Seti-Projekt beginnt: Erstmals horchen Astronomen mit dem Radioteleskop Green Bank/West Virginia gezielt nach Signalen Außerirdischer.

1969 Neil Armstrong stellt einen Spiegel auf den Mond, der Laserstrahlen von der Erde reflektiert. So wird seitdem die Mondbahn exakt vermessen.

1986 Roy Walford beginnt, sich alt zu hungern. Der heute 80-jährige Kalifornier begnügt sich mit 1600 Kilokalorien am Tag, um 120 Jahre alt zu werden.

Leser empfehlen 

(SZ Wissen vom 26.2.2005)