Doch die Bedingungen in Europa und in Deutschland ändern sich aufgrund des Klimawandels. Wächst deshalb die Gefahr? Tatsächlich wurde ja einer der Überträger, die Tigermücke, inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen. "Wenn sich klimatische Verhältnisse ändern, dann wächst auch das Risiko der Ausbreitung und Vermehrung der Mücken, die das West-Nil-Virus übertragen", vermutet Stark. Doch gerade die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass der Klimawandel nicht der wichtigste Faktor für die Ausbreitung des Virus zu sein scheint. Darin sind sich die Experten einig.

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Wichtiger sind andere Faktoren - etwa, dass der Erreger nicht nur Menschen befällt, sondern auch Tiere. Insbesondere in bestimmten Vogelarten vermehrt sich das Virus besonders gut und kann über weite Strecken verschleppt werden.

Und schwierig ist eine Einschätzung des Risikos einfach deshalb, weil noch viel zu wenig über das Virus und seine Überträger bekannt ist.

Möglicherweise werden wir uns in Zukunft also auch in Deutschland an das Virus, das 1937 zum ersten Mal im West-Nil-Distrikt von Uganda entdeckt wurde, gewöhnen. Immerhin kann man sich mit denselben Vorsichtsmaßnahmen vor den Viren schützen, die auch Griechenland- und Rumänienreisenden jetzt empfohlen werden: Alles einsetzen, was Mücken davon abhält, zuzustechen.

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  1. "West-Nil-Virus kaum zu bremsen"
  2. Sie lesen jetzt Einfluss des Klimawandels
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(sueddeutsche.de/wolf)