Ernährung Was Hänschen nicht mag, isst Hans nimmermehr

Die Ernährungsgewohnheiten werden bereits im Alter von zwei bis drei Jahren geprägt. Das hat eine französische Langzeitstudie ergeben.

Wer als Dreijähriger nur Hamburger und Pommes zu essen bekommen hat, wird auch im Erwachsenenalter höchstwahrscheinlich ein Fast-Food-Junkie bleiben.

Frau isst Hamburger, Foto: dpa

(Foto: Foto: dpa)

Wer sich dagegen im Kindergartenalter vorwiegend von Obst und Gemüse ernährt, bleibt sein Leben lang der gesunden Küche treu. Das haben Wissenschaftler der Universität Dijon in einer Langzeitstudie festgestellt.

Der Mensch eignet sich demnach seine Essgewohnheiten im Alter von zwei bis drei Jahren an, wie die Hochschule am Mittwoch berichtete.

Die Forschungsgruppe hat zwischen 1982 und 1999 die Essgewohnheiten von 418 zwei- bis dreijährigen Kindern beobachtet und dabei deren Vorlieben für bestimmte Gerichte notiert.

In den Jahren 2001 und 2002 wurden diese Kinder erneut nach ihren Essgewohnheiten befragt. Die inzwischen zum Teil Erwachsenen hatten nahezu die gleichen Vorlieben wie im Kindergartenalter.

Dabei spielte weder der Beruf noch das Körpergewicht der Eltern eine Rolle. Weiterführende Untersuchungen sollen nun zeigen, wie sich Kleinkinder ihre Geschmacksvorlieben aneignen.

Bisherige Studien haben gezeigt, dass länger gestillte Kinder später eher zu einer ausgewogenen Ernährung neigen. Jetzt sollen auch schwangere Frauen mit in die Untersuchungen aufgenommen werden um zu prüfen, inwiefern werdende Mütter die Essgewohnheiten ihrer Kinder prägen.