Zwei Drittel aller weltweit verspeisten Shrimps sind Eismeer-Garnelen. Die globale Erwärmung vergrößert ihren Lebensraum.
Zu den Profiteuren des Klimawandels zählt die Eismeer-Garnele. Im Zuge der globalen Erwärmung verändern sich die Ozeanströme derart, dass vermehrt kalte Wassermassen in größere Tiefen absinken. Garnelen kommt dieses kältere Wasser zugute, weil es ihre Eiablage verzögert und der Nachwuchs erst ausschlüpft, wenn im Frühjahr das Plankton zu blühen beginnt. So hat der frisch geschlüpfte Nachwuchs mehr Nahrung.
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Ist das Meerwasser zu warm, entwickeln sich die Eier zu schnell (Science, Bd.324, S.733 und S.791, 2009). Eismeer-Garnelen leben in mehr als 100 Metern Tiefe im Nordatlantik. Durch die Klimaerwärmung zirkuliert das Wasser dort heute anders als noch vor 40 Jahren. Der Lebensraum der Garnelen vergrößert sich.
Jedes Jahr werden 500.000 Tonnen Shrimps gegessen. Fast zwei Drittel davon sind Eismeer-Garnelen.
(SZ vom 08.05.2009/beu)
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