Ob Sie Kinder wollen oder nicht, hängt möglicherweise mit Erfahrungen aus Ihrer eigenen Kindheit zusammen.
Ein wesentlicher Faktor für den Kinderwunsch von Männern und Frauen sei eine schon in Kindertagen entwickelte "Fürsorge-Motivation", sagte der Entwicklungspsychologe Athanasios Chasiotis von der Universität Osnabrück.
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"Diese Haltung ist ein unbewusstes Bindeglied, aus dem sich der Wunsch nach Kindern entwickelt."
Das zeige eine kulturvergleichende empirische Untersuchung. Die Fürsorge-Neigung sei demnach vor allem bei Männern und Frauen vorhanden, die im Umgang mit jüngeren Geschwistern in ihrer Kindheit diese Obhut-Haltung entwickelt hätten.
"Die Entwicklung einer Fürsorge-Motivation ist sicher nicht der einzige Faktor für eine Elternschaft", sagte Chasiotis.
Doch sei es ausweislich der Studie eine wesentliche, bisher noch nicht ausreichend gewürdigte entwicklungspsychologische Einflussgröße.
Andere Faktoren seien etwa die aktuelle wirtschaftliche Lage, der richtige Partner oder sozialpolitische Umstände wie das Angebot an Krippenplätzen.
Die Entwicklung einer unbewussten Kinderliebe erkläre auch, warum Menschen trotz der oft auf die negativen Aspekte der Elternschaft beschränkten öffentlichen Diskussion gerne Kinder bekommen und Eltern werden wollen.
Der Psychologe berichtete, die Zusammenhänge seien in einer Studie in drei Ländern mit 600 befragten Männern und Frauen empirisch belegt worden. Jeweils 200 Menschen wurden in Deutschland, Costa Rica und in Kamerun befragt.
Der Zusammenhang zwischen einer im Umgang mit jüngeren Geschwistern entwickelten Fürsorge-Motivation, Kinderliebe und der Elternschaft sei in jeder untersuchten Kultur sowie bei Männern und Frauen nachgewiesen werden.
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(dpa)
Single Awareness Day
"Ob Sie Kinder wollen oder nicht, hängt möglicherweise mit Erfahrungen aus Ihrer eigenen Kindheit zusammen."
So so, "möglicherweise". Nun ja, es ist erlaubt, alles in Zweifel zu ziehen.
Dass die moderne Lebensform der Kleinfamilie und Singlehaushalte den menschlichen sozialen Bedürfnissen zutiefst zuwiderläuft, kann doch wohl jeder auch ohne große Studie wahrnehmen. Das Phänomen der Fürsorge aufgrund von Erfahrungen lässt sich sicher nich tnur auf Geschwister und eigenen Nachwuchs, sondern sicher auch auf Eltern, Großeltern, Krnake, Arme, Gescheiterte etc. ausweiten. Das bekannte Phänomen, alles, was dem eigenen guten Leben kurzfristig entgegen zustehen scheint, in eine heimliche Ecke zu schieben ("Bettler auf der Straße, das vertreibt die kaufkräftige Kundschaft", wie es in meiner Stadt bereits diskutiert und durchgeführt wurde), zerrüttet jegliche Menschlichkeit.
Der angebliche Kindermangel ist übrigens nicht das Problem (auch wenn es uns praktisch überall eingeredet wird, es ist eine so schöne und folgenlose Erklärung, die noch zudem die Verantwortung für systematische Fehler auf jeden und alle und damit keinen schiebt). Das Problem ist, dass Kinder unter diesen Bedingungen aufwachsen müssen.
Hallo Süsser,
nicht 200 "Paare" sondern 200 "Menschen" :o)
Zu deinem Komentar in Klammern geschrieben, Dito.
dann reproduziert sich unter diesem aspekt das dilemma auch noch:
wenig kinder insgesamt und viele davon einzelkinder (heute), viele inzwischen erwachsene einzelkinder mit weniger stark ausgeprägtem kinderwunsch
naja, global gesehen eigentlich kein dilemma, eher eine wohltat aber für unsere rentenkassen schon
Liebe begnadete Kommentatoren der SZ-Artikel:
Habt Ihr nix Besseres zu tun, als dauernd, ständig, notorisch und grießgrämig zu geifern, rumzunöllen und rumzustänkern und jeden hier veröffentlichten Artikel berserkermäßig zu zerpfücken? Häh? Gehts noch? Sonst nix zu tun?
Macht doch mal zur Abwechslung etwas Sinnvolles, dieses undifferenzierte, schlecht gelaunte und platte Geseier hält kein Schwein aus.
A.
So; der Herr Psyschologe hat je 200 Paare in 3 Ländern befragt. Überwältigend. Das reicht vielleicht für eine Diplomarbeit, aber nicht für eine wissenschaftlich fundierte und glaubwürdige Aussage. (Auch wenn ich die Tendenz der Aussage rein nach eigenem eindruck teilen würde).