Angesichts des rasant gestiegenen Spritpreises will der US-Präsident das langjährige Verbot von Ölbohrungen in geschützten Gewässern vor der US-Küste aufheben.
Wie die New York Times berichtet, wird Bush heute den Kongress dazu auffordern, das 1982 verabschiedete Moratorium zu Ölbohrungen in geschützten Gewässern vor der US-Küste zu beenden.
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Das Arctic National Wildlife Refuge (ANWR) im Nordosten Alaskas ist der Lebensraum für Millionen Zugvögel, Karibus und andere Tiere. (© Foto: Reuters/US Fish and Wildlife Service Alaska Image Library)
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"Der Präsident glaubt, dass der Kongress keine Zeit mehr verschwenden" und "sichere, umweltfreundliche Ölbohrungen vor der Küste" genehmigen soll, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, mit.
Auch der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hatte sich am Dienstag für die Ölförderung in den Gewässern ausgesprochen.
Die oppositionellen Demokraten im Kongress haben sich der Forderung aus Wirtschaft und Politik nach einem Ende des Bohr-Moratoriums bislang widersetzt. Das Verbot gilt für über 80 Prozent der Gewässer in der äußeren Kontinentalplatte und bezieht sich auf die West- und die Ostküste der USA.
1990 hatte Bushs Vater, US-Präsident George Bush, das bestehende Verbot im Interesse des Umweltschutzes bekräftigt.
Der Anlass dafür, dass Bush Junior nun die alten Pläne aus der Schublade zieht, ist die Wut vieler Amerikaner über den rasant gestiegenen Spritpreis, der zuletzt über die psychologisch wichtige Marke von vier Dollar je Gallone - knapp 3,8 Liter - gestiegen ist. In der Bevölkerung ist deshalb der Ruf nach einer Ausweitung der heimischen Ölförderung wieder lauter geworden.
Bush hat sich ebenfalls bereits seit langem für Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska stark gemacht. Auch diese Pläne, die bisher am Widerstand der Demokraten im Kongress gescheitert sind, und gegen die Naturschützer seit Jahren Sturm laufen, will der US-Präsident offenbar wieder auf die Tagesordnung setzen.
Das betroffene Naturschutzgebiet ist das Arctic National Wildlife Refuge (ANWR) im Nordosten Alaskas. Die Küstenebene ist Lebensraum für Millionen Zugvögel, Karibus und andere Tiere. Umweltschützer kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Öffnung des von ihnen als "Serengeti Nordamerikas" bezeichneten Gebiets für Ölbohrungen.
Eine Gruppe von Senatoren hat die Regierung jetzt aufgefordert, eine formelle Beschwerde gegen die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen. Die Opec verstoße gegen den freien Welthandel, weil sie als Kartell die globalen Ölvorräte knapphalte, erklärten die elf Senatoren. Zehn der Beschwerdeführer gehören der Demokratischen Partei an, einer ist ein Unabhängiger.
Die acht Opec-Mitglieder, die auch der WTO angehörten, müssten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte der Anführer der Gruppe, Senator Frank Lautenberg, in einem Brief an die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab. Deren Sprecherin Gretchen Hamel erklärte, man habe bereits über einen derartigen Schritt nachgedacht, halte ihn aber für nicht effektiv.
(AP/Josef Hebert/dpa/mcs)
Schutzgebiete? Nicht für Bush, vor dem gibt es keine Schutzgebiete.
Gesetze, Abkommen, Verbote, Moratorien...alles Peanuts.
a man´s got to do what a man´s got to do.
Wer so mit dem Planeten und seinen Bewohnern umgeht wie er, und das überall und seit Jahren, für den gibt es keine Grenzen.
Bush bohrt nach Öl, das ist genau die Meldung, auf die ich noch gewartet habe. Immer wenn du glaubst die Kapitalisten hätten keine jokes mehr in der Pipeline, schicken sie doch noch einen durch die Selbige. Der Mann, der nicht nur Fachmann als trockener Alkoholiker ist, sondern auch Fachmann für trockene Bohlöcher, bohrt jetzt nach Öl. Der Mann, der in seiner Zeit als "Ölbaron" den Rekord an trockenen Bohrlöchern gehalten hat, rettet jetzt die Ölversorgung der Welt. Ich lach mich schlapp. Jetzt wo es immer mehr Menschen bewußt wird, dass wir Peak Oil erreicht haben, kommt unser "Genie für Weltfragen" daher, und sucht nach den Ölmassen. Keine Angst Leute, die wird er genauso finden, wie die Massenvernichtungswaffen im Irak. Lieber Georg, wenn Du nicht so zerstörerisch gefährlich wärst, ich würde Dich knuddeln. Aber leider reitest Du die ganze Welt in den Abgrund, und daher muß knuddeln leider ausfallen.
Dieser Mensch ist eine biblische Plage: Wo er hinlangt, nur Tod und Zerstörung.
Bei der Familie allerdings kein Wunder, sie hat es nicht so mit Ethik und Moral.
Wer sich für die Hintergründe der Bushfamilie interessiert, sollte sich hier informieren:
http://oldamericancentury.org/bushco/bush_crime_family.htm
Es genügt auch die Googlesuche "Bush family" und man findet eine Menge Interessantes.
Ich frage mich nur, warum die Bushs noch nicht verhaftet wurden....Und wer sie wählte.
@the_eggs
"Je eher das Öl weg ist, desto besser.."
Die Phase in der wir uns offensichtlich schon seit einiger Zeit befinden, ohne dass die Meisten es wahrhaben wollen, nämlich in der Verknappungsphase des Öls, die ist es, was Ihrer Aussage Nachdruck verleiht. Man erkennt den Eintritt dieser Phase an den explodierenden Preisen, an den nicht mehr mit der Nachfrage wachsenden Förderquoten und an den immer entlegeneren Fördergebieten, in die der Mensch nun vorstößt.
Durch diese nun "notwendigen" Bohrungen, drückt der Mensch seinen Dreck immer tiefer in bisher unberührte Naturschutzgebiete.
Bis auf einige Tankerunfälle wurde seit Jahren kaum mehr von der primären Umweltverschmutzung berichtet - der Verschmutzung bei Förderung, Verarbeitung und Transport von Öl. Es stand immer die sekundäre Verschmutzung, die "Klimaschutzdebatte" im Fordergrund.
Nun, so lange keine marktfähigen Alternativtechnologien für den Straßenverkehr auf dem Markt sind (so lange es also billiger ist, die Natur in immer ferneren Regionen zu ruinieren, als etwas neues auf den Markt zu bringen), werden diese immer abenteuerlicheren und gefährlicheren Bohrstellen sprießen.
Man könnte fast sagen, je eher das Öl weg ist, um so besser. Dabei sollten Naturschutzgebiete auf alle Zeiten unberührbar bleiben, denn bis dahin hat sich die Industrie hoffentlich längst dem Thema erneuerbare Energien gewidmet. Wenn in Alaska dann die letzten Reserven liegen, nutzen sie auch keinem mehr, Geld ist damit dann jedenfalls nicht mehr zu verdienen.
Paging