Was zeigen Nacktscanner? Wie funktionieren die Geräte? Ist die Strahlung gefährlich? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Einhundert Gramm Sprengstoff haben heftigen Streit ausgelöst. Seitdem ein Nigerianer Nitropenta an Bord eines Flugzeugs schmuggeln konnte, wird diskutiert, ob der versuchte Anschlag mit Hilfe von sogenannten Nackt- oder Körperscannern hätte verhindert werden können. Die Geräte sind bereits an einigen Flughäfen im Ausland im Einsatz. Auch die EU-Kommission hatte vor einem Jahr einen Vorstoß unternommen, solche Scanner für Sicherheitskontrollen zu erlauben. Damals protestierten Politiker heftig, unter ihnen auch Ex-Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Jetzt aber will die Union die Technik möglichst schnell einsetzen. Die EU-Kommission erklärte am Montag, die Geräte könnten ein "nützliches zusätzliches Werkzeug" sein, und erwägt einen Vorstoß für eine europaweite Harmonisierung der technischen Standards.
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Ein Mitarbeiter des Flughafens Schipol steht am 28. Dezember 2009 während einer Präsentation in einem Ganzkörper-Scanner. (© Foto: AP)
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Wie funktionieren Nacktscanner?
Die Geräte machen im Prinzip durch die Kleidung hindurch ein Foto des nackten Körpers. Dadurch sollen Gegenstände sichtbar werden, die nicht zum Körper gehören, etwa Waffen oder Sprengstoff. Das funktioniert mit Röntgen- oder Terahertz-Strahlen. Bei der Röntgentechnik wird der Körper wie bei einer medizinischen Aufnahme durchleuchtet. Die Terahertz-Technik dagegen arbeitet mit elektromagnetischen Strahlen im Grenzbereich zwischen Infrarotlicht und Mikrowellen. Sie sind Teil der natürlichen Wärmestrahlung und werden vom Körper ausgesendet.
Warum gelten Terahertz-Geräte als besonders vielversprechend?
Die Terahertz-Technik funktioniert - im Gegensatz zu Röntgenstrahlen - auch "passiv". Das heißt, die Scanner nehmen eine Art Wärmebild des Körpers auf, eine aktive Bestrahlung ist dafür nicht notwendig. Manche Geräte benutzen sie dennoch, um ein genaueres Bild zu erzeugen. Auch um Sprengstoff sicher aufzuspüren, muss der Verdächtige mit Terahertz-Wellen bestrahlt werden. Probleme könnten allerdings durchgeschwitzte oder ungewöhnlich geformte Kleidungsstücke bereiten.
Hätte ein Nacktscanner den Sprengstoff des Nigerianers aufspüren können?
Ja, sagen Fachleute des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik in Kaiserslautern, die an einem entsprechenden Gerät forschen; denn diese Apparatur würde zunächst ein passives Wärmebild des Körpers aufnehmen. Im Fall verdächtiger Objekte würden die entsprechenden Stellen mit Terahertz-Wellen ausgeleuchtet. Aus dem Muster der reflektierten Strahlen ließe sich eindeutig erkennen, ob eine Person Sprengstoff am Körper trägt.
Können die Strahlen der Nacktscanner der Gesundheit schaden?
Röntgenstrahlen können Krebs auslösen. Die Dosis, die ein Mensch beim Durchschreiten eines Körperscanners abbekommt, beträgt etwa ein bis zwei Zehntel Mikrosievert (die Einheit für Strahlenbelastung). Zum Vergleich: Ein achtstündiger Transatlantikflug belastet den Körper mit 40 Mikrosievert, also hundertfach stärker. Allerdings können auch geringe Strahlungsdosen Tumore auslösen. In Deutschland ist das Durchleuchten mit Röntgenstrahlen ohnehin nur für medizinische Zwecke erlaubt. Die Terahertz-Strahlen dagegen gelten - zumindest bei der Leistung, die für das Erkennen von Sprengstoff notwendig ist - als gesundheitlich unbedenklich.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Der Protest von Schäuble war pure Heuchelei, damit niemand auf die Idee kommt, dass die treibenden Kräfte für die weltweite Einführung dieser Nackt - Scanner aus dem deutschen Innenministerium kommen. Unter den Konservativen befinden sich die schlimmsten totalitären Kräfte. Gegen die war die Stasi ein Kindergarten.
Und zur Bildbearbeitung der Geschlechtsorgane ist zu sagen: Jeder Nacktscanner macht zuerst eine Aufnahme vom nackten Körper. Und je technisch ausgereifter die Nacktscanner werden, umso besser wird dieses Bild. Erst aufgrund dieses Bildes kann dann eine Veränderung der Bildpixel beginnen, um Geschlechtsorgane zu verdecken. Was passiert aber mit dem ersten Bild? Normalerweise müsste es gelöscht werden, aber wer kann das überprüfen? Wer kann sicherstellen, dass die Softwareprogramme nicht manipuliert werden?
Wieviele Datenschutzskandale muss es noch geben, bis die Mehrheit der Bürger aufwacht?
Es wird die Zeit kommen, da wird im Pass eine Aufnahme eines Nacktscanners als Chip eingefügt sein und die Rasterfahndung wird mit Fotos von Nacktscannern arbeiten. Man muss diese Entwicklung stoppen. Unser Staat wird von Jahr zu Jahr unzumutbarer. Deswegen Boykott aller Flughäfen, die Nacktscanner einführen und massenweise Verfassungsbeschwerden, wenn dies in Deutschland geschieht.
"06.01.2010 16:09:19
brotzeitholer: körperscanner
die entscheidende frage bei diesen geräten ist doch ob es wirklich einen mehrwert bringt"
Na klar, für den Besitzer der Produktionsfirma. 100 pro.
die entscheidende frage bei diesen geräten ist doch ob es wirklich einen mehrwert bringt. und das stell ich mal in frage, denn das beste ergebniss bezüglich sicherheit bringt ein ungefiltertes bild. (das dann auch geschlechtsteile wirklich deutlich zeigt) aber selbst da ist vorstellbar dass man auch diese geräte überlisten kann, etwa durch behältnisse die an körperteilen glatt anliegen und mit explosiven materialien, die ein körperfett ähnliches bild erzeugen gefüllt sind. (ähnlich vieleicht eines silicon brustimplantats)
ich halte nach wie vor den menschlichen faktor als das größe risiko, da wird auch ein körperscanner nichts drann ändern. denn in amsterdam ist der täter um die sicherheits-checks herumgeführt worden.
wenn man wirklich mehr sicherheit will, muß man den personenkreis nach dem sicherheits-check deutlich reduzieren, das bedeutet zum beispiel keine shops und restaurants.
spaß machen tut das alles schon lang nicht mehr. in den letzten jahrzenten wurde immer verschärft, mit fragwürdigem ergebniss!
also einen größeren unfug hab ich in diesem forum wirklich noch nicht gehört.
"06.01.2010 12:43:07
nador: Der Artikel wimmelt mal wieder von Fehlern."
Völlig normal wenn die SZ sich naturwissenschaftlichen und technischen Themen zuwendet. So sind so auch ziemlich alle Artikel in der Rubrik "Wissen" wertlos und ohne Tiefgang. Den größten Blödsinn verzapft die SZ aber in der Rubrik Autos, wo direkt die Texte von Werbeagenten eingestellt werden, als Verbraucherinformation getarnt.
Es ist nur ein Frage der Zeit, bis auch dieser Beitrag zensiert wird.
Paging