Wegen Regens wurde die Landung der "Discovery" aufgeschoben - auch der deutsche Astronaut an Bord wartet nun auf die nächste Landemöglichkeit.

Nach einem halben Jahr im All war der deutsche Astronaut Thomas Reiter am Freitag wieder auf dem Rückweg zur Erde. Wegen schlechten Wetters mit Regen in Florida entschied die Bodenkontrolle am Abend jedoch, den ersten angepeilten Landetermin der Raumfähre "Discovery" um 21.56 Uhr in Cape Canaveral zu verwerfen. Dadurch wurde ein Ausweichen auf den kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Edwards oder den Weltraumbahnhof White Sands in New Mexico wahrscheinlich.

Schlechtes Wetter am Kennedy Space Center verhinderte die erste Landung. (© Foto: afp)

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Auf dem kalifornischen Stützpunkt wurden allerdings starke Seitenwinde vorhergesagt, so dass erstmals seit 24 Jahren ein Shuttle wieder in White Sands landen könnte. Der Weltraumbahnhof in New Mexico ist nicht auf die großen Raumfähren ausgelegt. Sand beschädigte insbesondere die Bremsen der Raumfähre bei der letzten Landung 1982.

"Discovery"-Kommandeur Mark Polansky sagte zu den Aussichten: "Es gab eine Menge Sorgen mit Dingen, die ich bei diesem Flug kontrollieren konnte. Das Wetter ist aber etwas, was nicht in meiner Hand ist. Ich bin bereit, an allen drei Orten zu landen." Die "Discovery"-Astronauten und Reiter wurden am Freitag mit Weihnachtsmusik geweckt.

Nach der ersten Landemöglichkeit um 21.56 Uhr MEZ in Florida sollte sich eineinhalb Stunden später die nächste Gelegenheit in Edwards und White Sands auftun. Insgesamt gab es sieben mögliche Landetermine. Am Donnerstag plauderten die Astronauten mit Schülern in Alaska über die Arbeit im All. Reiter wurde gefragt, wie lange er brauchen werde, um sich wieder an die Schwerkraft auf der Erde anzupassen. Reiter sagte, nach seinem vorigen Raumflug habe er eine Woche dafür gebraucht.

"Ich hoffe, es wird diesmal nicht zu lange dauern, vielleicht drei oder vier Tage", sagte er. "Ich habe viel und hart in der Weltraumstation dafür trainiert, mich dieses mal wieder normal zu fühlen, wieder gehen und hoffentlich sogar mit dem Joggen anfangen zu können. Ich bin sehr gespannt darauf, wie lange es diesmal dauern wird."

Shuttle-Pilot Bill Oefelein sagte auf die Frage, was das Schönste an einem Raumflug sei: "Die Aussicht ist spektakulär, einfach unglaublich. In den ersten 20 Minuten hier oben habe ich die Lichter von Städten, Gewitter von oben und einen wunderschonen Sonnenaufgang gesehen."

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(AP)