Jubel und Umarmungen: Discovery-Kommandeur Rick Sturckow hat die Raumfähre erfolgreich an die ISS angedockt - trotz technischer Probleme.

Die amerikanische Raumfähre Discovery hat nach fast zweitägigem Flug in der Nacht zum Sonntag an der Internationalen Weltraumstation ISS angedockt.

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Blick auf die ISS: Die Discovery nähert sich der Internationalen Raumstation. (© Foto: Reuters)

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Das Manöver stellte sich als ausgesprochen schwierig heraus, da aufgrund eines Lecks die kleinen Steuerdüsen nicht funktionierten und Shuttle-Kommandeur Rick Sturckow auf die großen Hauptdüsen zurückgreifen musste. Es war das erste Mal, dass das Andocken einer Fähre an die Station mit den Hauptdüsen gesteuert wurde.

Glücklicherweise hatte Sturckow das Manöver hinlänglich geübt und so gratulierte ihm die Flugleitstelle nach dem erfolgreichen Andocken zu einer "fantastischen Leistung" bei der Premiere. Nach dem Öffnen der Schleuse wurden die Astronauten von der ISS-Besatzung mit Jubel und Umarmungen begrüßt.

Während der 13-tägigen Mission sind drei Außenbordeinsätze geplant. Mit zur ISS ist der schwedische Esa-Astronaut Christer Fuglesang geflogen, der bereits zum zweiten Mal im All ist. Er soll an zwei der drei Außenbordeinsätze teilnehmen.

Fuglesang bereitet die ISS auf die Ankunft des in Europa gebauten Verbindungsknotens "Tranquility" vor, der im Februar kommenden Jahres zur Raumstation gebracht werden soll. Die sieben Mitglieder zählende Besatzung bringt Lebensmittel, Ersatzteile und Labor-Ausrüstung zur ISS.

An Bord des Shuttles wurden auch sechs Mäuse in den Weltraum gebracht, für die die ISS bis November das neue Zuhause sein soll. Die Forscher erhoffen sich Aufschluss über die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf die Knochensubstanz.

Technische Probleme und ungünstige Wetterbedingungen hatten zu einer viermaligen Verzögerung beim Start der Discovery geführt. Die Fähre war insgesamt mit sieben Tonnen Material beladen. Sie soll sich am 8. September wieder von der ISS trennen.

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(AP/Reuters/gal/bön)