Risikoforscher David Spiegelhalter "Man muss auch genießen"

Ein bisschen Nervenkitzel, das kostet neben Flug und Ausrüstung auch ein paar Punkte auf der persönlichen Risikoskala. In manchen Fällen akzeptieren wir das klaglos, in anderen machen wir uns große Sorgen.

(Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Bahnreisen, Motorrad fahren und gebratener Speck: David Spiegelhalter über den Umgang mit alltäglichen Risiken.

Interview von Kai Kupferschmidt

Tausende Forscher haben sich vergangene Woche für die Jahrestagung der amerikanischen Wissens-Gesellschaft AAAS in der US-Hauptstadt Washington eingefunden. Unter ihnen ist David Spiegelhalter, der an der britischen Cambridge University die Wahrnehmung von Risiken erforscht. Beim Frühstücksgespräch liegt gebratener Speck auf den Tellern. Ein idealer Anknüpfungspunkt für das Thema Genuss versus Gefahr.

SZ: Herr Spiegelhalter, es ist jetzt noch früh am Morgen. Wie groß ist die Gefahr, dass ich heute ums Leben komme?

Spiegelhalter: Etwa eins zu einer Million. Das ist ...