Viele Wissenschaftler wollen das Leid der Menschen lindern - mit ihrem Wissen aber auch Geld verdienen. Mancher denkt sogar schon an den genetisch verbesserten Menschen
Krankheiten zu heilen - dieses Ziel der Forscher ist ethisch kaum anfechtbar. Heikel wird es aus der Sicht vieler Menschen dagegen, wenn einige Wissenschaftler fordern, man müsse darüber nachdenken, ob schädliche Gene nicht aus dem "Gen-Pool" entfernt werden sollten. Mancher hört hier den Ruf nach dem "Menschen nach Maß" und sieht eine neue Form der Eugenik auf uns zukommen.
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Ein profaneres Ziel offenbart sich etwa im Verhalten Craig Venters. Der Genetiker, dessen Firma Celera die menschliche DNS sequenziert hat, hat schon etliche Tausende von Patentanträgen auf Teile dieses Erbguts eingereicht. Ihm geht es offensichtlich vor allem darum, das Wissen über unser Erbgut kommerziell auszubeuten. Lizenzgebühren für neue Medikamente und Diagnostika in Milliardenhöhe stehen auf dem Spiel.
Aber auch etliche seiner Kollegen, die am HUGO mitarbeiten, bemühen sich um Patente auf medizinisch wichtige Gene.
Dass viele Wissenschaftler ihr Interesse an Patenten damit erklären, dass sie weitere Forschungsarbeiten finanzieren müssten, hören Kritiker der Patentierungen mit Skepsis.
Trotz aller Wiederstände haben Pharmafirmen schon seit Jahren Zugriff auf etliche wirtschaftlich interessante Gene. Und auf hunderte oder sogar tausende dieser Gene gibt es bereits Patente.
Die Genforscher: HUGO und Celera
Von der DNS zum Gen zum Protein
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