Die Experten trauen der Nanotechnologie alles Mögliche zu, die Verbraucher sind neugierig. Jetzt rät der Umweltrat, ihre möglichen Folgen für Mensch und Umwelt zu erforschen. Denn bislang lässt sich nicht ausschließen, dass manche der winzigen Teilchen gefährlich sind.
Gemessen an den Erwartungen müssten die Teilchen eigentlich gigantisch sein. Sie könnten neue Perspektiven eröffnen in der Medizin, in der Energieversorgung, bei der Produktion von Kunststoffen oder Textilien. Doch was die Nanoteilchen so groß macht, ist ihre Winzigkeit. Und genau da beginnt das Problem.
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Ein Foto der TU Braunschweig zeigt einen Nanopartikel an der Spitze einer Nadel vor einem menschlichen Haar. Was Nano ausmacht, kann man nicht in Fotos zeigen, sondern sich nur ausmalen. Die geringe Größe der Partikel und ihre atomare Struktur erlauben Effekte, die die gleichen chemischen Verbindungen in größerer Form nicht zeigen würden. Die Wirkung von Nanoprodukten im Guten wie im Schlechten ist daher kaum vorherzusagen. (© dpa)
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Denn was die neue Technologie mit Mensch und Umwelt anstellt, das ist bislang ein großes Rätsel. "Wir haben in den letzten fünf, zehn Jahren eine ganze Menge hinzugelernt", sagt etwa Klaus Steinhäuser, Experte für Chemikaliensicherheit beim Umweltbundesamt. "Aber wir haben immer noch eine größere Unsicherheit als bei anderen Chemikalien."
Den Konsequenzen dieser Unsicherheit geht ein 600-seitiges Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen nach, das an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt werden soll. Titel: "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien". Das Unterfangen ist komplex. Wie lässt sich der Umgang mit Stoffen regeln, über deren Wege in Körper und Umwelt so gut wie nichts bekannt ist?
Und was bedeutet vorsorgender Umweltschutz für eine Technologie, der so viel Sinnvolles zugetraut wird - die aber gleichzeitig so viele, so ungeahnte Gefahren bergen könnte?
"Hier bündeln sich wie in einem Brennglas die Chancen und Risiken einer neuen Technologie", schreibt der Sachverständigenrat, der die Bundesregierung in Umweltfragen berät. Einerseits könne Nanotechnologie zur Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts werden. "Andererseits ist ihr Risikopotential sehr heterogen und schwer prognostizierbar." Das Rätsel Nano.
Dabei scheint sich die Frage, was die Technologie dem Verbraucher nützen kann, zunächst sehr einfach beantworten zu lassen. Nanopartikel - also Teilchen, die in mindestens einer der drei Raumrichtungen kleiner sind als 100 Nanometer (Millionstel Millimeter) - sollen zum Beispiel Textilien schmutzabweisend und zugleich antibakteriell machen, Krebsmedikamente verträglicher, Sonnencremes angenehmer auf der Haut, Golfschläger leichter und Autolacke kratzfester - das ist nur eine kleine Auswahl der möglichen Anwendungen.
Dass Nanomaterialien viele dieser Versprechen tatsächlich einlösen können, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Doch zugleich könnte zumindest ein Teil dieser Neuerungen einen hohen Preis haben: die Gesundheit der Verbraucher und die Stabilität mancher Ökosysteme.
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Hallo,
ich kann Nordbär nur zustimmen.
Dieser Wissenschafts-Wahnsinn muss endlich aufhören. Schon bei der Dampfmaschine wussten alle Menschen, dass sie nur Unheil bringt und Gefahren birgt. Seit dem gehört sie mit dem Verbrennungsmotor zu der wahrscheinlich gefährlichsten Technologie. Millionen Tote gibt es jedes Jahr weltweit und wir haben noch immer nichts gelernt? Sind wir denn nicht zufrieden mit dem was wir haben? Müssen wir immer wieder was neues erfinden?
Erst mal muss man mit dem bodenlosen Unsinn aufhören, von e i n e r Nanotechnologie zu faseln. Es geht immer nur um bestimmte Teilchen in einer bestimmten Größe. Da ist nichts "Technologisches" dran.
Dann muss man einfach die Stoffe, die man in dieser Größenordnung herstellt und in den Verkehr bringt oder bringen will beim Namen nennen. Da ist nichts Geheimnisvolles dran.
Der Inverkehrbringer einer Sache hat nach dem Produkthaftungsgesetz die Verantwortung dafür zu tragen, dass die von ihm in den Verkehr gebrachten Produkte nicht schädlich sind. Er hat es also zu beweisen und niemand anders. Er haftet auch dafür.
Der Staat soll den Inverkehrbringern mal mit ordentlichen Strafen drohen, damit sie die Unschädlichkeit ihrer Produkte nachweisen, bevor sie ihre Produkte auf den Markt bringen. Die Strafen müssen für den Inverkehrbringer existenzvernichtend hoch sein, das und nur das bringt die teils gemeingefährlichen Propagandisten zur Räson.
aber die Sache mit der gewünschten Offenheit und Controlling
ist für mich die grösste Fiction...
Moin,
weil es uns noch nicht gut genug geht (und nie gehen wird), kommt nun die Nano-Technologie. Sehr schön, und schön gefährlich. Auch Atomkraft sollte ja sooo sicher sein - war es aber nicht, und viele mussten dafür bezahlen mit ihrer Gesundheit.
Nun kommt Nano - und bei allen Chancen bleibt mir ein Unbehagen, ob wir das, was wir nun in die Welt setzen, auch wirklich "beherrschen" können.
Michael Crichton hat in seinem Buch "Beute" sehr deutlich erzählt, wozu eine Mischung aus Gentechnologie, Computertechnologie und Nanotechnologie führen kann. DAS möchte man lieber nicht erleben.
Aber wir Menschen brauchen diesen Nervenkitzel ja scheinbar.
Und was die Teile bewirken weiß man dann auch noch nicht. super.