In zehn Jahren werden 24 Millionen Chinesen ohne Frau dastehen - wegen erschreckender Praktiken in der Familienplanung.
Rund 24 Millionen Chinesen werden 2020 auf der Suche nach einer Lebensgefährtin leer ausgehen. Dies geht aus einer Studie der Akademie der Sozialwissenschaften hervor, die am Montag in der Zeitung Global Times veröffentlicht wurde.
Anzeige
Grund seien die gezielten Abtreibungen weiblicher Ungeborener, heißt es dort. "Selektive Abtreibung ist in ländlichen Gebieten weiterhin äußerst verbreitet", stellt die Studie fest.
Hintergrund ist ein mangelhaftes System zur Altersvorsorge und die Annahme, ein Sohn könne die Eltern im Alter versorgen, während eine Tochter sich nach ihrer Heirat nur noch um die Familie ihres Mannes kümmert. Während im Jahr 1982 das Verhältnis von Jungen und Mädchen bei den Neugeborenen 108 zu 100 betrug, liegt es nach Auskunft der Familienplanungskommission derzeit bei 117 zu 100.
China hat etwa 1,3 Milliarden Einwohner und lange Zeit eine strenge Ein-Kind-Politik betrieben, um dem Bevölkerungswachstum Einhalt zu gebieten.
Strom-Autos in China belasten die Umwelt stärker als Benziner. Jetzt lesen ...
- Thema
- Demographie RSS
- Hohes Alter ohne Gebrechen Die besten Jahre 25.03.2010
- Deutschland Jede Minute eine Krebsdiagnose 23.02.2010
- Geburtenrate Das Märchen von der leeren Wiege 08.12.2009
- Geburten in Deutschland Kinder, Kinder 04.09.2009
(AFP/beu)
- Verkauf Internationale Märkte China, Far-East, Osteuropa, Russland– bfs consulting gmbh, Region Biel in der Schweiz
- Praktikum bei TELELINGUA DEUTSCHLAND GmbH München– Telelingua Deutschland GmbH, München
- Mechatroniker/in (IHK) und Mechatronik/Feinwerktechnik (B. Eng.)– Schleifring und Apparatebau GmbH, Fürstenfeldbruck
Aktennotiz des Bundespräsidenten
@NetFiddler: Wow sie sind aber ein echter Optimist. Ic hoffe sie haben recht mit ihrem letzten Satz ganz ehrlich.
And der Bildungsmisere auf dem Land hat sich in China nichts wesentliches geändert. An der medizinischen Versorgung auch nicht. Die chinesische Ein-Kind-Politik wurde eigentlich nur in den Städten konsequent umgesetzt. Auf dem Land, und vor allem in den Provinzen mit islamischen Minderheiten, hat sie nie wirklich funktioniert. Aber auch hier werden Jungen als Nachwuchs bevorzugt.
Trotzdem, die ein-Kind-Politik für China war sinnvoll, angesichts der traditionellen Vorliebe der Chinesen für Großfamilien, wäre die Bevölkerung sonst schon längst über jedes vernünftige Maß hinaus explodiert. Nach wie vor ist China ein sehr patriarchalisches Land und was Gleichberechtigung anbetrifft sehr rückständig.
China steht mit diesem selbstgemachten problem nicht allein dar. Ähnlich entwickelt sich die Situation in Indien, Südkorea und Japan. In Südkorea ist die Entwicklung religiös motiviert. Der Druck auf die jungen Mütter, einen männlichen Nachkommen zu präsentieren, kommt vor allem von den Großeltern-in-spe. Da nur ein männlicher Nachkomme das Ritual der Ahnenverehrung durchführen kann. Bei den Koreanern kommt noch ein gehöriges Maß Rassismus dazu. Mischehen mit Nicht-Koreanern sind selten. Und nur wenige andere Nationen gelten im Status als 'akzeptabel'.
Wären die Vorgeburtlichen Tests und Abtreibungen in Indien preiswerter würde dort das Mißverhältnis noch krasser ausfallen. Die Ursache ist dabei in den hinduistischen Familien wirtschaftlicher Natur. Eine Tochter zu verheiraten kostet die Familie Geld, da sie die Mitgift aufbringen muß.
So schlimm das für den einen oder anderen männlichen Angehören dieser Völker auch ist, so wird der Druck auf die soziale Struktur eine positive Wirkung auf die Werteordnung haben. Die Zahl der Mischehen wird zunehmen und auch die Akzeptanz und das Ansehen von Frauen wird in diesen Staaten steigen.
"11.01.2010 18:54:01
quajym: eulenspiegel schrieb:
automatisch nochmals zu mehr Jungen.
Das ist Unsinn und in jedem Anfängerbuch für Statistik nachzulesen. Woher sollen denn die beim "nochmal Zulegen" gezeugten Kinder wissen, dass ihre zuvor gezeugten Geschwister weiblich waren und sie jetzt den Proporz wieder herstellen sollen?"
---------------------------------------------
Sie haben natürlich recht. Ich bedanke mich für die Korrektur. Das war wirklich ein übler Denkfehler von mir.
Natürlich kann die Ein-Kind-Politik keinen Einfluß auf den Geschlechterproporz haben, da ja für jedes weitere Kind die Warscheinlichkeit immer 50/50 ist. Anfängerfehler.
Dann aber müssten andere Ursachen schuld sein, wie etwa schon lange in die zweite Hälte des letzten Jahrhunderts zurückreichende praktizierte Abtreibung oder Kindstötungen.
Erstmal lebt die Gesamte Weltbevölkerung momentan auf Pump bei Mutter Natur. Jeder weis das schon heute mehr Ackerflächen versanden als neue geschaffen werden können. Die neuschaffung von Ackerflächen geht nur noch auf kosten von Urwälder. Gleichzeitig haben wir es geschafft das Meeresgebiete (so z.B. vor China) die größer sind als Europa komplett tot sind und sich ebenso schnell ausbreiten. Das Bevölkerungswachtum auf diesem Planeten ist die nächsten Jahtrzehnte also limitiert und wird spätestens durch verteilungskämpfe auch um sauberes Wasser dezimiert.
Indien: Da geht nicht mehr viel...
China: Da geht noch weniger...
Arabischer raum: Ja da geht noch was
Afrika: Laut studien schrumpf die Afrikanische Bevölkerung momentan die Gründe entsprechen wohl nicht der netiquette
Am schluß bleibt eine geschundene unmoderne noch viel brutalere Menschheit und ein Planet der mehr dem Mars und der Venus ähnelt als dem schönen blauen Planeten.
Da bleibt eigentlich nur Russland mit seinen ewigen Flächen seiner vernünftig großen Bevölkerung den endlosen Resourcen sowie einer der eigenen Bevölkerung zuträglichen Einwanderungspolitik.
Sollte wiedererwartend das größte Problem der Zukunft sein das Chinesische Männer keine Frau finden würd ich mich doch sehr wundern.
Sie verschweigen, dass oftmals der Landbevölkerung und Minderheitsangehörigen Ausnahmen von der Einkind-Doktrin genehmigt wurden, wenn sie keinen Sohn bekommen hatten und so ihren Familienbetrieb hätten nicht weiterführen können. Somit ist die Politik nicht nur indirekt mitverantwortlich für den Zustand.
Um prinzipiell Abtreibungen weiblicher Föten bei Erstschwangerschaften jedoch zu verhindern, wurden das Geschlecht feststellende Ultraschalluntersuchungen nicht in dem Umfang durchgeführt, wie dies hier der Fall ist. Ich glaube sogar, dass sie nach wie vor verboten sind.
Vor diesen Hintergründen und Bestrebungen kann ich auch dem Kommentar von "quajym" nicht zustimmen, auch wenn wer musterschülerhaft hier seine Statistikkenntnisse zum Besten gibt. Der Grundsatz der Homogenität bzw. Zufälligkeit ist hier nicht gegeben.
Paging