Die Raumsonde Cassini hat die Fontänen des Saturnmondes Enceladus durchquert und schickt bereits erste Daten zurück zur Erde.
Cassini hat nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch wie geplant den Saturnmond Enceladus passiert und sich der Oberfläche des Planeten dabei bis auf etwa 50 Kilometer genähert. Die Sonde durchquerte auch die Eispartikel-Fontänen der Geysire, die sie bei einem Vorbeiflug vor drei Jahren am Südpol des Mondes entdeckt hatte.
Anzeige
Die Beobachtung der Hunderte Kilometer tief ins All reichenden Fontänen aus Eispartikeln hatte 2005 für großes Aufsehen gesorgt. Der Mond mit einem Durchmesser von nur 500 Kilometern stößt offenbar kontinuierlich einen Strom winziger Eispartikel aus.
Die Teilchen mit einer Größe von einem tausendstel Millimeter sind auf Bildern von Cassini als Schleier zu erkennen. Sie rasen mit einer Geschwindigkeit von etwa 400 Metern pro Sekunde ins All und versorgen einen der Saturnringe mit Nachschub.
Bei der Nasa interpretiert man das Eis als Hinweis auf flüssiges Wasser unter der Mondoberfläche - eine der Voraussetzungen für Leben.
Während der Dusche in den Fontänen sollte die Sonde Partikel aufnehmen, die Aufschluss geben sollen über die Bestandteile der Wolken.
"Es gibt dort zwei Typen von Teilchen", erklärte Sascha Kempf vom Max-Planck-Institut für Nuklearphysik in Heidelberg. "Solche, die nur aus Wasser bestehen, und solche, die zusätzlich einen anderen Stoff enthalten."
Die reinen Wasserteilchen könnten von der Oberfläche, die schmutzigen Eispartikel aus dem Inneren des Mondes stammen, vermutet Kempf.
Hoffnung auf den Staubdetektor
Ob dies zutrifft, soll der Staubdetektor an Bord der Sonde zeigen, für den Kempf verantwortlich ist. Außerdem hoffen die Wissenschaftler, dass die in den Fontänen enthaltenen Elemente Aufschluss geben über die Zusammensetzung des Planeten.
Cassini sollte auch die sogenannten Tigerstreifen genauer unter die Lupe nehmen - vier lange Rinnen in der Nähe des Südpols, die offenbar der Ursprung der Fontänen sind. Insgesamt acht Geysire hatten Wissenschaftler vom Space Science Institute in Boulder, Colorado, dort im vergangenen Jahr identifiziert.
Die Mission könnte "unser Wissen über die Geysire auf Enceladus revolutionieren", hieß es bei der Nasa. Sorgen, dass Cassini in den Fontänen Schaden nehmen könnte, hatte man bei der Raumfahrtbehörde nicht. Während ihrer Flüge im Orbit um den Saturn habe die Sonde bereits mehrmals Regionen mit ähnlich großen Partikeln passiert, hieß es.
Wie Todd Barber vom Cassini-Team der Nasa berichtete, hat die Sonde nach dem sogenannten Fly-by bereits Funkkontakt zur Erde hergestellt. "Unsere Ingenieure haben begonnen, die ersten Daten einzuschätzen, und auf den ersten Blick sieht es gut aus", erklärte Barber.
Cassini wird 2008 Enceladus noch dreimal begegnen. Und wenn sich bestätigt, dass die Sonde die Eispartikel-Dusche gut verkraftet hat, soll der nächste Vorbeiflug in noch geringerem Abstand erfolgen als dieses Mal.
- Treffen im All "Endeavour " am Ziel 13.03.2008
- Bildstrecke Enceladus 17.03.2008
(sueddeutsche.de/hgn)
@ dominikus.heinzeller Wenn Sie der Meinung sind, Zitat: " Letztendlich ist ja die Fragestellung, ob wir die Einzigen sind, eine der wichtigsten - wenn nicht die wichtigste - Frage unserer intelligenten Zivilisation. Die Menschheit sollte schon bereit sein, dafür auch die notwendigen Mittel aufzubringen." gibt es ein gewisses Erstaunen. Unseren Horizont und unser Wissen über Ereignisse jenseits unserer erfassbaren Welt zu erweitern, ist wohl eher die Triebkraft die uns Forschung betreiben lässt. So sehen es jedenfalls viele Naturwissenschaftler. Ob wir die einzigen sind, ist m.E. eher akademisch, da wir kaum in die Lage versetzt werden, in eine wie auch immer geartete Kommunikation zu treten.
Vorsicht vor Überheblichkeit.
Sorry, leider gelingt es mir zur Zeit nicht den kompletten Text zu übertragen.
Die Bruchstücke, die ankommen, sollten von den Moderatoren gelöscht werden.
Selten so einen Unsinn gelesen.
Natürlich ist die Frage nach dem Vorhandensein ausserirdischen Lebens wichtig, und zwar nicht nur für die Naturwissenschaften sondern für allem für die Philosophie. Bei positiven Funden (die müssen sicherlich nicht "intelligent" sein) andersartiger biologischer Strukturen (die Wahrscheinlichkeit ihrer Existenz ist übrigens relativ hoch) müssten doch all die (besonders bei dümmlichen Kreationisten) liebgewonnenen Einbildungen von der Existenz eines übernatürlichen (=ausserphysikalischen!) Wesens auf den Prüfstand.
Das wäre der wirkliche Gewinn in Gestalt einer weltumspannenden Aufklärung!
Bright Regards
Inwiefern soll die Fragestellung, "ob wir die Einzigen sind, eine der wichtigsten - wenn nicht die wichtigste - Frage unserer intelligenten (sic!) Zivilisation"? Die einzigen was? Wofür halten Sie sich denn? Wofür halten Sie uns?
Ich fürchte, Sie machen sich etwas vor.
Liebe notorische Kritiker der Wissenschaft,
ein paar Punkte muss man schon mal klarstellen:
(1) Die Wissenschaftler haben, v.a. in obigem Artikel, nicht von Leben geredet. Diesen Job übernimmt in der Regel die Presse. NASA/ESA geht es darum, das potentielle Vorhandensein von Wasser unter der Eisschicht (unbekannter Dicke übrigens) nachzuweisen.
(2) Natürlich ist Wasser eine - unserer Ansicht nach - notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für Leben. Das heißt aber: ohne geht es nicht. Es ist also sinnvoll, zuerst das Vorhandesein von flüssigem Wasser zu bestätigen, bevor man weitere Gelder beantragt um wirklich nach "Leben" zu suchen. Dass bei der Cassini-Mission gleichzeitig noch andere Elemente entdeckt werden können: "Ja mei, so lang nix Schlimmeres passiert..."
(3) Zu guter letzt: Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war die Wissenschaft davon überzeugt, dass außerhalb der sogenannten "Eis-Linie", die in unserem Sonnensystem deutlich innerhalb der Jupiterbahn liegt, kein flüssiges Wasser existieren kann. Die Tatsache, dass es dieses doch gibt, und zwar noch wesentlich weiter "draußen", ist ein entscheidender Aspekt auch in der Beurteilung, ob sich in anderen Planetensystemen potentiell Leben entwickeln kann/konnte.
Letztendlich ist ja die Fragestellung, ob wir die Einzigen sind, eine der wichtigsten - wenn nicht die wichtigste - Frage unserer intelligenten Zivilisation. Die Menschheit sollte schon bereit sein, dafür auch die notwendigen Mittel aufzubringen.
Paging