Die US-Raumfähre "Discovery" ist erfolgreich ins All aufgebrochen. Neben dem Weltraumlabor "Kibo" hat der Space Shuttle auch Ersatzteile für eine Toilette an Bord.
Mit einem riesigen Labor-Modul und Toiletten-Ersatzteilen an Bord ist die US-Raumfähre "Discovery" auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS.
Erfolgreicher Start: Der US-Space Shuttle "Discovery" beim Start in Cape Canaveral. (© Foto: dpa)
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Der Space Shuttle hob am Samstag mit sieben Astronauten planmäßig um 23.02 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Staat Florida) ab. Wichtigste Aufgabe der Mission ist, ein weiteres Modul für das japanische Weltraumlabor "Kibo" zur ISS zu bringen.
Dort wartet die Besatzung aber auch auf dringend benötigte Ersatzteile für die defekte Weltraumtoilette. Das Andocken der "Discovery" ist für Montag geplant. Die gesamte Mission soll 14 Tage dauern.
"Das war ein toller Tag", sagte NASA-Manager Mike Griffin. Zunächst wussten die Techniker und Wissenschaftler von keinen Problemen zu berichten. "Es ist einfach toll, sich zurückzulehnen, und zu sehen, wie das Start-Team seine Arbeit macht", sagte der NASA-Verantwortliche für den Start, Mike Leinbach.
Es ist schon der dritte Shuttle-Start in diesem Jahr. Bereits im März hatte eine Raumfähre erste Bauteile des Labors in All gebracht. Das Modul, das nun montiert werden soll, ist mit einer Länge von mehr als zwölf Metern und einem Durchmesser von knapp fünf Metern ungewöhnlich groß. Zur Installation sind zwei Außeneinsätze geplant. Bei einem dritten soll ein Stickstofftank montiert werden.
Sehnlichst wartet die dreiköpfige Besatzung der ISS zudem auf eine Pumpe und weitere Ersatzteile, mit denen die einzige Toilette auf der Raumstation wieder in Gang gebracht werden sollen. Derzeit müssten sich die Männern mit einer nicht näher bezeichneten Toiletten-"Alternative" behelfen, die laut NASA aber sehr unbequem sei.
Im Weltraumlabor "Kibo" sind für die kommenden Jahre rund 100 Experimente geplant, etwa zur Entwicklung von Medikamenten wie hochwertigen Protein-Kristallen zur Heilung von Allergien. Zudem wollen die Japaner in dem Labor Halbleiter und andere Materialien in der Schwerelosigkeit entwickeln. Endgültig soll "Kibo" nach einer dritten Lieferung zum Jahresende fertiggestellt werden.
Die Probleme mit der ISS-Toilette russischer Bauart plagen die Bewohner der Raumstation schon seit vergangener Woche. Zeitweise konnten sie nur auf der angedockten russischen Sojus-Kapsel austreten, doch ist dort die Kapazität bereits erschöpft. Derzeit müssen die Männern mit einer noch näher bezeichneten Toiletten-"Alternative" vorlieb nehmen. Dies sei aber "sehr unbequem" und bedürfe "manueller Intervention", räumt die US-Weltraumbehörde ein.
(dpa/cag)
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