In Brüssel ist ein Mann an einer Infektion mit dem neuen NDM-1-Bakterium gestorben. Der Keim hatte sich als "schrecklich resistent" gegen praktisch alle Antibiotika erwiesen.
Das neue Superbakterium mit dem Gen NDM-1 hat in Belgien bereits ein Todesopfer gefordert. Dies sagte der Mikrobiologe Denis Pierard vom Brüsseler Universitätsklinikum der belgischen Tageszeitung Le Soir. Es handele sich vermutlich um den ersten Todesfall, der auf dem europäischen Festland auf den Keim zurückzuführen ist. Das Bakterium ist bisher vor allem in Indien und Pakistan aufgetreten, weit seltener ist es in Deutschland, den USA und Großbritannien festgestellt worden. Es ist selbst gegen Reserve-Antibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme resistent, die nur bei schwer zu behandelnden Infektionen zum Einsatz kommen.
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Der Brüsseler Virologe Denis Pierard hält die Gefahr weiterer Infektionen in Europa für gering. (© dpa)
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Nach Auskunft Pierards hatte sich der in Brüssel wohnhafte Mann aus Pakistan im Urlaub in seinem Heimatland am Bein verletzt und sei dort behandelt worden. Nach seiner Rückkehr nach Brüssel hatten Ärzte die Infektion mit dem Bakterium festgestellt. Der Keim habe sich als "schrecklich resistent" gegen praktisch alle Antibiotika erwiesen. Auch eine Behandlung mit dem Antibiotikum Colistin, das sich in einigen anderen NDM-1-Fällen als wirksam erwiesen habe, sei gescheitert.
Pierard sagte der Zeitung, die Gefahr weiterer Infektionen in Belgien sei sehr gering. Praktisch alle bekannten Patienten hätten sich bei Behandlungen in pakistanischen oder indischen Krankenhäusern infiziert.
Nach Auskunft des Robert Koch-Instituts gibt es auch in Deutschland "erste, bisher einzelne Nachweise für NDM-1 bildende Bakterien". Das Institut verweist jedoch darauf, dass in der Regel noch einige Arzneien helfen wie die Antibiotika Tigezyklin und Colistin. Ein internationales Forscherteam hatte Proben der vergangenen Jahre aus Indien, Pakistan, Bangladesch und Großbritannien untersucht und die Bakterien quer verstreut über diese Länder entdeckt.
Das Gen NDM-1 ist nach Indiens Hauptstadt als New- Dehli-Metallo-Betalactamase bezeichnet. Es führt dazu, dass in bisherigen Therapieversuchen alle herkömmlichen Antibiotika versagt haben. Zudem ist das Gen in den Bakterien auf besonders variablen Erbgutabschnitten zu finden und verfügt damit über das Potenzial, sich leicht auf andere Bakterienpopulationen zu übertragen und dort weiter zu verbreiten.
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(sueddeutsche.de/dpa/beu/liv)
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Nach Schweinegrippe, angeblich undefinierbaren Morgellons kommt nun das Superbakterium. Super ! Wir haben doch förmlich darauf gewartet, dass uns
eine neue Sensation bevorsteht, an der wieder viel Geld verdient wird und
die Menschen zum Spielball gemacht werden. Was für ein blödes Spiel.
"Superkeim fordert erstes europäisches Todesopfer " Das ist doch mal eine richtig seriöse Headline. Hauptsache der Keim ist auch super, wie fast alles andere in unserer Gesellschaft mittlerweile auch.
liebe sz,
ich habe mich an eure sog. "netiquette" gehalten, kein böses wort verloren oder ähnliches. warum werde ich aufgefordert den beitrag auf unzulässige inhalte zu prüfen?! ist kritik an panikauslösenden artikeln jetzt schon unzulässig??
schon wieder ein Null-Inhalt Artikel.
Schön, es existiert ein Keim, der quasi unangreifbar ist.
Und nun?
Risiko?
Verbreitung / Verbreitungsgeschwindigkeit?
Massnahmen?
Vorbeugende Maßnahmen?
Kann ich hier nirgends lesen. Was sagt der Artikel eigentlich aus? Richtig, eigentlich gar nichts. Aber Panik könnte er auslösen. schönen Gruss
Pharma Firmen müssen Geld verdienen. Als Firmen würden sie sich falsch verhalten, wenn sie auf Kosten der Shareholder irgendwelche altruistischen Aktionen zeigen würden.
Und daher wird auch diese Bedrohung nicht an die grosse Glocke gehängt werden, da man nicht wie mit der Schweinepest ein paar Milliarden Euro von der "weisen und vorausschauenden" Politik abgreifen kann.