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Bildstrecke – Last Minute - Orte vor dem Untergang
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Diese Orte wird es bald nicht mehr geben - sie werden überflutet sein, unter Sand begraben oder von Menschenhand zerstört. SZ Wissen hat zehn Reiseziele mit begrenzter Haltbarkeit besucht.
NEAPEL: Der Vesuv wird ausbrechen
Schon Goethe schwärmte von der "Glückseligkeit" von Neapels Lage, angesichts derer man Rom schlicht vergessen könne. Nur: Die größte Stadt Süditaliens liegt keine zehn Kilometer vom Vesuv entfernt.
Etwa zwei Millionen Menschen leben direkt am Vulkan. Der ruht zwar seit 1944, und sein letzter großer Ausbruch liegt sogar mehr als 100 Jahre zurück. Doch das ist nicht nur gut, denn Forscher wissen: Die Eruption wird beim nächsten Mal umso stärker sein, je mehr Zeit dann seit dem letzten Ausbruch vergangen sein wird.
Wann der große Knall passieren wird, gilt als gänzlich unberechenbar. Derzeit wölbt sich der Vulkan mit einer Geschwindigkeit von 2,8 Zentimetern pro Jahr nach oben, die Magmakammer unter ihm füllt sich. Wegen der ständigen Gefahr misst der Satellit Envisat mittels Radartechnik die Aktivitäten des Vesuvs aus dem All.
Experten fürchten besonders einen explosionsartigen Ausbruch, bei dem riesige Mengen Asche Dutzende Kilometer hoch in den Himmel schießen. Solch eine Eruption wird "plinianisch" genannt - nach dem Autor Plinius, der die Zerstörung Pompejis durch den Vesuv im Jahr 79 nach Christus beschrieb. Den Menschen bleiben vor solch einer Katastrophe einer neuen britischen Studie zufolge nur wenige Tage. Bisher glaubten die Behörden, sie hätten etwa drei Wochen, um die 600.000 direkt Betroffenen in Sicherheit zu bringen. Nun versucht die Regierung in Rom, den Wegzug aus dem Gefahrengebiet mit Geldprämien attraktiv zu machen.
Foto: dpa
Alle Texte: SZ Wissen, Ausgabe 7/8/2008
4. Mai 2008, 17:32 2008-05-04 17:32:00 ©