Von urw

Australien muss den Ausstoß von Treibhausgasen sofort drastisch reduzieren, sonst ist das Great Barrier Reef an der Ostküste bis zum Jahr 2050 tot, warnt ein Forscher.

Sydney - Das Bild, das Professor Ross Garnaut in seinem am Freitag veröffentlichten Bericht zeichnet, ist niederschmetternd.

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Ausgebleichte Korallen zeigt schon dieses Bild aus dem Jahre 2006. (© Foto: Reuters/Hoegh-Guldberg/University of Queensland)

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Wenn Australien nicht sofort drastisch den Ausstoß von Treibhausgasen reduziere, sei das Great Barrier Reef an der Ostküste bis zum Jahr 2050 tot, die Korallen abgestorben. Sogar mit einschneidenden Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes könne das größte zusammenhängende Lebewesen auf dem Planeten möglicherweise nicht gerettet werden.

Das Papier des renommierten Wirtschaftsprofessors ist der zweite Bericht in einer Dreierserie, die der australische Premierminister Kevin Rudd als Grundlage für seine künftige Umweltpolitik nehmen will.

Ende September soll der Abschlussbericht veröffentlicht werden. Garnaut empfiehlt der Regierung die Einführung eines Emissionshandelmodells bis 2010. Fast alle Sektoren der Wirtschaft, die Schadstoffe produzieren, sollen in Zukunft dafür bezahlen müssen.

Die Hälfte der Einnahmen aus dem Zertifikatehandel sollen laut Garnaut für Steuernachlässe verwendet werden. Damit könnten die zwangsläufigen Preiserhöhungen gelindert werden.Die Kohle- und Energiewirtschaft fordert die Aufschiebung des Beginns des Emissionshandels auf das Jahr 2012. Dieses Datum ist Umweltschützern zu spät. Auch Garnaut ruft zum sofortigen Handeln auf.

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(SZ vom 05.07.2008/mcs)