Images from Science, Foto: Haus der Wissenschaft/Brennan/Jaeckle

Vieles in der Natur spielt sich außerhalb der menschlichen Wahrnehmung ab. Erst spezielle Aufnahmeverfahren gewähren Einblicke in diese verborgenen Sphären. Einige der faszinierendsten Bilder sind jetzt im Haus der Wissenschaft in Braunschweig zu sehen.

Futtern im Wellenschlag

Viele Naturphänomene und Lebewesen spielen sich unter unseren Augen ab - und werden doch vom Menschen nicht bemerkt. Denn sie geschehen zu schnell oder sind zu klein, als dass dieser sie mit seinen natürlichen Sinnen wahrnehmen könnte.

Das gilt auch für Rotiferen. Dem Menschen ist die Existenz der höchstens drei Millimeter großen Rädertierchen selten bewusst - dabei sind sie doch sowohl in Süßwassergewässern als auch in Meeren auf der ganzen Welt verbreitet und eine wichtige Nahrungsquelle für Krustentiere und Fische im Larvenstadium. Kevin Brennan und Will Jaeckle, Biologen der Illinois Wesleyan University, nahmen 2005 mithilfe eines Elektronenrastermikroskops einen Rotifer auf. Das lateinisch als Brachionus plicatilis bezeichnete, winzige Lebewesen wird von haarähnlichen Strukturen umschlossen, sogenannten Cilien. Diese schlagen im Uhrzeigersinn wellenförmig und befördern sich auf diese Weise partikelförmige Nahrung ins Maul.

Foto: Haus der Wissenschaft/Kevin Brennan und Will Jaeckle

19. August 2009, 17:15 2009-08-19 17:15:00  ©