Astronomie Milliarden fremde Welten

So stellen sich die Nasa-Wissenschaftler die unterschiedlichen Planeten vor, die es in der Milchstraße geben könnte.

(Foto: dpa/C. Pulliam & D. Aguilar (CfA))

Die Zahl der Exoplaneten von der Größe der Erde könnte allein in der Milchstraße 17 Milliarden betragen. Auf diese Zahl kommen US-Astronomen aufgrund von Daten des Weltraum-Teleskops "Kepler".

Von Christopher Schrader

Allein in der Milchstraße gibt es womöglich 17 Milliarden Planeten von der Größe der Erde. Auf diese gewaltige Zahl sind Astronomen um Francois Fressin vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Boston gekommen, als sie die bisherigen Ergebnisse des Weltraum-Teleskops Kepler der Nasa hochgerechnet haben.

Innerhalb von 16 Monaten hatte es 2400 mögliche neue Planeten gefunden; jeder sechste Stern hatte dabei einen Begleiter, der zwischen 20 Prozent weniger und 25 Prozent mehr Masse hat als die Erde und auf einer engen Bahn von maximal 85 Tagen Umlaufdauer kreist.

Bei geschätzten 100 Milliarden Sternen in der Milchstraße ergibt das eben 17 Milliarden Planeten, erklärte Fressin auf der Jahrestagung der amerikanischen astronomischen Gesellschaft in Long Beach, Kalifornien.

Nasa-Wissenschaftler haben 2740 potenzielle Planeten entdeckt, die 2036 Sterne umkreisen.

(Foto: Nasa/Kepler mission)

Hinzu kommen 25 Milliarden sogenannter Super-Erden, die bis zum Doppelten der Erdmasse haben und bis zu 150 Tage für einen Orbit brauchen. Wie viele dieser Himmelskörper aber in der bewohnbaren Zone ihres Systems liegen, wo Wasser flüssig sein kann, wie viele eine Atmosphäre und eine feste Oberfläche besitzen, dazu gibt es noch keine Informationen.

Diese Bedingungen für Leben dürfte die Zahl attraktiver Planeten deutlich reduzieren. Um die nötigen Daten zu liefern, muss Kepler noch weiter spähen.