Astronomie Fünf Planeten im Formationsflug - mit bloßem Auge zu sehen

Sternenhimmel am 29.01.2016 um 7 Uhr morgens, Richtung Süden betrachtet

(Foto: Arno Riffeser / XEphem)

Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter zeigen sich derzeit in einer Bogenlinie am Morgenhimmel.

Zum ersten Mal seit langem sind in den kommenden Nächten fünf Planeten des Sonnensystems mit bloßem Auge am Himmel sichtbar. Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter sind in südöstlicher bis südwestlicher Richtung auf einem leichten Bogen aufgereiht. Diese und kommende Woche ist die Formation frühmorgens vor dem Sonnenaufgang besonders gut zu beobachten.

"Sieben Uhr morgens dürfte in den nächsten Tagen eine gute Uhrzeit sein, um die Planeten zu sehen", sagt Arno Riffeser von der Universitäts-Sternwarte München. Am Freitag steht der Mars zu dieser Uhrzeit ganz im Süden. Im Südosten liegen dann Merkur, Venus und Saturn, der Jupiter steht im Südwesten etwas abseits. Ab der zweiten Februarwoche wird es dann schwieriger, den nah am Horizont stehenden Merkur wahrzunehmen.

Von der Sonne aus gesehen liegen die Planeten nicht auf einer Linie, nur von der Erde aus betrachtet erscheinen die Himmelskörper derzeit als Nachbarn. Dies kam zuletzt 2004 vor.

Günstig für die Beobachtung der fünf Planeten ist in den nächsten Nächten ein dunkler Standort, zum Beispiel ein Park. Apps wie "Sky Guide" oder "SkyView" können helfen, die Planeten mit dem Smartphone zu finden.

Warum Astronomen wieder an einen neunten Planeten glauben

Forscher haben womöglich einen neuen Planeten entdeckt. Gesehen hat ihn noch niemand, aber die Astronomen haben einleuchtende Argumente für die Existenz von "Planet X". mehr ... Videokolumne "Schon gewusst"