Bislang galt die Annahme, dass sich auf Planeten nur Leben entwickeln kann, wenn ein großer Bruder sie vor Kometen und Asteroiden beschützt. Doch stimmt das?
Im Juli 1994 schlugen im Verlaufe mehrerer Tage etwa 20 Bruchstücke des Kometen Shoemaker-Levy 9 mit enormer Wucht in die Atmosphäre des Planeten Jupiter ein und explodierten. Wochenlang konnten die Auswirkungen beobachtet werden und vermittelten einen Eindruck von der Gewalt solch himmlischer Bomben.
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Wie wichtig ist die Rolle Jupiters als Beschützer der Erde? (© Foto: AP)
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Im selben Jahr wies ein amerikanischer Planetenforscher in einer Veröffentlichung nach, dass Jupiter als größter Planet im Sonnensystem mit seiner Schwerkraft wie ein Magnet auf Kometen und Asteroiden wirkt und bereits in der Vergangenheit einen Teil dieses Schwarms von Himmelskörpern von der Erde ferngehalten hat.
Seitdem gilt unter Astronomen: Auf erdähnlichen Planeten kann sich nur Leben entwickeln, wenn ein großer Bruder sie vor einem allzu heftigen Bombardement beschützt.
Neue Computersimulationen deuten jetzt darauf hin, dass dies nicht stimmt. Wie Jonathan Horner von der Open University in Milton Keynes, Großbritannien, auf der Tagung Europlanet in Potsdam gerade berichtet hat, erhöht ein Riesenplanet in vielen Fällen sogar die Einschlagswahrscheinlichkeit.
Nach heutigem Wissen gibt es in unserem Sonnensystem drei Reservoirs, aus denen kosmische Projektile stammen. Das größte bildet die Oortsche Wolke, ein riesiger kugelschalenförmiger Bereich, der das gesamte Sonnensystem umgibt.
Wenn dort ein Körper aus seiner Bahn abgelenkt wird, kann er ins innere Sonnensystem vordringen und mit der Erde kollidieren. Diese Eindringlinge fängt wohl wirklich, wie bisher vermutet, Jupiter zum Teil ein oder lenkt sie um. Das zweite Reservoir befindet sich jenseits der Neptunbahn im sogenannten Kuiper-Ring. Die dort umlaufenden Centauren-Asteroiden etwa können ebenfalls in Richtung Erde abgelenkt werden.
"Die Ergebnisse haben uns sehr überrascht"
Horner und sein Kollege Barrie Jones haben nun in einem Computermodell die Wege von 100.000 Centauren über einen Zeitraum von zehn Millionen Jahren verfolgt. In einer Simulation entfernten sie Jupiter, in vier weiteren veränderten sie seine Masse.
"Die Ergebnisse haben uns sehr überrascht", sagt Horner. In den beiden Läufen mit und ohne Jupiter blieb die Anzahl der erdbedrohenden Asteroiden unverändert. Der Grund hierfür ist, dass Jupiter zwar einen Teil der Centauren ins äußere Sonnensystem schleudert, aber einen ebenso großen Teil ins innere und damit auch in Richtung Erde. "Jupiter gibt mit der einen Hand und nimmt mit der anderen", sagt Horner.
Noch überraschender waren die drei Simulationen, in denen die Forscher Jupiters Masse auf ein Viertel, ein Halb und drei Viertel verringerten. In diesen Fällen katapultierte der Planet sogar mehr Asteroiden nach innen als nach außen, wodurch sich das Einschlagsrisiko für die Erde erhöhte.
Bleibt noch das dritte Reservoir: der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Die Bahnen der dort herumschwirrenden Körper wollen Horner und Jones als nächstes simulieren. Auch hier deutet sich vorab schon ein qualitatives Ergebnis an: "Je massereicher ein Jupiter ist, desto mehr Asteroiden schleudert er ins innere Sonnensystem und umso mehr Einschläge gibt es auf der Erde", so Horner.
Auch wenn dieses Ergebnis noch mit Rechnern überprüft werden muss, ist bereits jetzt klar: Ein mächtiger Jupiter wirkt nicht unbedingt als Schutz für unseren Planeten.
- Weltraumforschung Und dann ist da ein riesiges... Nichts 24.08.2007
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- Weltraum Massenkarambolage im All 07.08.2007
(SZ vom 28.8.2007)
Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
Die Theorien bzgl. des Planeten "Niburu" stammen von dem amerikanischen Bestsellerautor Zecharia Sitchin, zu dem es in der Wikipedia heißt
"Sitchin ist ein bekannter Vertreter der Prä-Astronautik. In seinen Büchern behauptet er, er habe in alten Texten Beweise dafür gefunden, dass in vorgeschichtlicher Zeit Außerirdische, die von Nibiru, einem zwölften Planeten stammen, die Erde kolonisiert und den Menschen als Arbeitssklaven erschaffen haben. Der Mensch habe im Auftrag der Außerirdischen vor allem Arbeiten in Bergwerken verrichten müssen. Die Außerirdischen hätten vor 432.000 Jahren die Erde wegen Umweltproblemen auf ihrem Heimatplaneten aufgesucht, wobei die Pyramiden in Ägypten als Landehilfen gedient hätten. Der Mensch habe sich mit den Töchtern der Außerirdischen vermischt und vermehrt. Vor 13.000 Jahren schließlich habe eine große Flut zahllose Menschen getötet, worauf es zu Kriegen zwischen den Menschen und den Außerirdischen gekommen sei."
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Ich hingegen halte die Theorie für wesentlich plausibler, daß der wesentliche Teil der Menschheit von der Besatzung eines Sternenkreuzers vom Planten Golgafrincham abstammt (von dem sie flüchteten, weil dieser von einer Sternenziege gefressen zu werden drohte) .
Mit 42 freundlichen Grüßen
Panperipatus
Er ist bewohnt und seine Bewohner (Anunnaki, die, die vom Himmel gekommen sind) traten besonders als Lehrmeister der Sumerer auf: Anu, Ea/EnkiPtah, Ninki/Hathor, Enlil, Marduk/Amun, Inanna/Ischtar [SA].
Seit G. Bruno sind wir wissenschaftlich und medienoffiziell nicht einen Schritt weiter und weiter allein im All! Wir sind aber nicht allein im All nicht einmal in unserem Sonnensystem!
[BT] Bührke, Th.: Fraglicher Schutz des Jupiters. Artikel vom 28.08.2007
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/210/129986/
[DM] Deistung, K.: Mondentstehung. Matrix 3000, 11/12/2006, S. 38 - 42
[KW] Koszudowski, St.; Wingerter, Th.: Nachrichten aus dem Kosmos: Interview mit Harald Lesch. AH 5/2006, S. 29 - 30
[SG] Schilling, G.: Planetenjagt bei Epsilon Eridani. Astronomie heute, 07/08 2003, S. 2834
[SS] Shostak, S.: Der Tag, an dem die Erde stillsteht. AH 5/2006, S. 24 28
[ZH] Zaun, H.: Professor Dr. Harald Lesch im Gespräch.
http://www.astronomie.de/bibliothek/interview/lesch/lesch.htm
[KR] Kippenhahn, R.: Die Psychologie der Außerirdischen. AH 5/2006, S. 54 55
[SP] Sitchin, Z.: Der zwölfte Planet. Kopp, Rottenburg 2003
[DX] Deistung, K.: Hat Nibiru (Planet X) Zeit? Magazin 2000plus, 4/2006, S. 88 95
[SA] Sitchin, Z.: Am Anfang war der Fortschritt. Knaur, München 1998, neu 2004: Die Hochtechnologie der Götter. Kopp, Rottenburg 2003
Nachvollziehbare Simulation
Hier [BT] sind die Voraussetzung alle relativ klar und führen für das Ergebnis zu einem nachvollziehbaren Resultat, auch wenn es zunächst überrascht. Vor wenigen Jahren wurde die Entstehung des Mondes simuliert da passte kaum etwas zusammen [DM]. Auf meine Zusammenstellung und Fragen erhielt ich von einer Astronomie-Zeitschrift die Antwort: ...wir haben leider bisher keinen Experten gefunden der das prüfen kann. eine Niederlage für alle, die darüber berichtet haben.
Zur Entstehung des Lebens gibt es verschiedene Erklärungsrichtungen. Auf der einen Seite ist Prof. Lesch Verfechter der These [KW], ...dass die Naturgesetze, die wir kennen, überall im Universum gültig sind... Das würde auch der Lehre des Universalgelehrten G. Bruno entsprechen, denn er hatte schon 1584 gelehrt [SG]: Die unzähligen Welten im Universum sind nicht schlechter und nicht weniger bewohnt als unsere Erde. Er wurde dafür im Jahr 1600 als Ketzer verbrannt.
Im Heft Astronomie Heute Kontakt räumt der Autor ein [SS]: Ufo-Sichtungen gibt es jetzt seit einem halben Jahrhundert... Ein wissenschaftlicher Anfang, aber der Prophet Ezechiel (Ez 1, 4-28) beschreibt schon ein Fluggerät etwa vor 2680 Jahren.
Prof. Lesch wurde zu Fragen außerirdischen Lebens mit befragt. Grundsätzlich ist er [ZH]: ...davon überzeugt, dass das Leben auf der Erde seinen Anfang genommen hat und nicht anderswo. Ein ganz großer Widerspruch. Im Gegensatz dazu stellt Prof. Kippenhahn zum Leben auf der Erde die Frage [KR]: Begann es überhaupt auf der Erde? Hier käme die Theorie Panspermia ins Gespräch, dass frühes Leben mit z. B. Kometen/Asteroiden von anderen Sonnensystemen unserer Gallaxis die ja selber fast das Alter des Universums haben soll auf die Erde und auf fruchtbaren Boden gefallen sind.
Leben ohne den Einfluss von Jupiter: In unserem Sonnensystem ist ein weiter Planet durch die sumerischen Keilschriften überliefert: Nibiru, Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems [SP][DX]. Seine langgezogene elyptische Bahn führt ihn über 150 astronomische Einheiten (AE Abstand Sonne - Erde) weit von der Sonne und in über 1200 Jahren hat er seinen Wendepunkt in nur 3 AE im Asteroidengürtel. Er ist bewohnt und seine Bewohner (Anunnaki, die, die vom Himmel gekommen sind) traten besonders als Lehrmeister der Sumerer auf: Anu,
Physikalische Grundlage einer solchen Simulation ist selbstverständlich und hauptsächlich die Gravitation und das Verhalten von Körpern unter Einfluss derselben. Im einfachsten Fall werden alle Körper (Sonne, Jupiter, Asteroid) als punktförmige Massen betrachtet.
Daneben kann es abhängig von Art und Größe der betrachteten Körper weitere Einflüsse geben die möglicherweise zu berücksichtigen sind. Zum Beispiel sind Sonne und Jupiter nicht kugelförmig, sondern abgeplattet, wodurch sich in deren Gravitationsfeld Quadrupolmomente ergeben. Strahlungsdruck der Sonne und Sonnenwind können auf verschiedene Weise Einfluss auf die Bahn kleinerer Körper haben. Sind die betrachteten Körper elektrisch geladen (durch Sonnenwind oder Photoionisation) oder haben ein eigenes Magnetfeld, müssen eventuelle Bahnstörungen durch das interplanetare Magnetfeld oder das Jupitermagnetfeld berücksichtigt werden. Gegebenenfalls muß relativistisch gerechnet werden anstatt mit der klassischen Mechanik. Welche dieser Störungen zu dem dominierenden sphärischen Gravitationsfeld addiert werden müssen muß der Experimentator anhand der Rahmenbedingungen abschätzen, also z.B. anhand Größe und Eigenschaften der Objekte (die z.B. durch optische Beobachtungen und andere theoretische Überlegungen bekannt sind) oder maximale Nähe der Objekte zueinander. Solche Störungen können sogar größer werden als die Gravitationskraft.
Bei der Simulation selbst ist das Schicksal eines einzelnen simulierten Objekts zunächst ohne große Aussage (es bleibt auf seiner Bahn, oder wird nach aussen gestreut, oder wird nach innen gestreut). Erst eine große Zahl simulierter Objekte (im Artikel 100000) mit verschiedenen Ausgangswerten (z.B. Startorte) liefert eine Aussage über die Anteile an Objekten die nach bestimmten Zeiträumen bestimmte Schicksale erleiden, also z.B. in das Innere des Sonnensystems eindringen und der Erde gefährlich werden können.
Das Dreikörperproblem ist nur analytisch unlösbar, d.h. es ergeben sich aus den exakt bekannten Bewegungsgleichungen keine einfachen, als simple Gleichungen darstellbare Lösungen mit denen Bahnen der Objekte beschrieben werden können wie beim Zweikörperproblem.
Numerisch lassen sich solche Probleme sehr wohl lösen. Als Ergebnis erhält man dann zwar die Bahnen der Objekte als eine lange Reihe von Koordinatenpunkten (und das sehr genau wenn das Modell und der Integrator gut gewählt sind), jedoch keine Information über die grundlegenden Prinzipien nach denen das untersuchte System funktioniert.
Die wenigsten realen Probleme in der Physik lassen sich übrigens exakt analytisch lösen. Beim Wasserstoffatom z.B. geht es noch, bei allen komplizierteren besteht die Kunst des Physikers darin geeignete Näherungen zu finden die sich berechnen lassen. Auch die ganze Thermodynamik beruht auf der statistischen Beschreibung von Vielteilchensystemen und ist somit auch nur eine Näherung die für große Teilchenzahlen gültig ist.
Aus den an sich einfachen Grundgleichungen der Physik ergibt sich (ausser für einfachste Modellsysteme die analytisch beschreibbar sind) eine Welt, deren Komplexität aus den simpel erscheinenden Gleichungen zunächst nicht ersichtlich ist. Das Dreikörperproblem z.B. ist so ein Fall. Hier ist die Bahn eines Objekts nicht mehr notwendigerweise stabil, es können sich Störungen und Resonanzen entwickeln welche die Bahn massiv beeinflussen (im Artikel als "herausschleudern" beschrieben) und sogar zu chaotischem Verhalten führen können.
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