Archäologen in Nazareth Haus aus der Zeit Jesu entdeckt

Wie sah Nazareth zur Zeit Christi aus? Pünktlich zum Weihnachtsfest liefert der Fund von Überresten eines antiken Hauses in dem Ort neue Erkenntnisse.

In der Nähe der Verkündigungsbasilika von Nazareth haben israelische Archäologen nach eigenen Angaben erstmals Überreste einer Wohnstätte in Nazareth entdeckt, die aus der Zeit Jesu stammen.

Der Fund liefere neue Erkenntnisse darüber, wie Nazareth zu jener Zeit ausgesehen haben mag, sagte die Archäologin Jardena Alexandre von der israelischen Behörde für Altertümer am Montag vor Journalisten.

Wahrscheinlich habe es sich um ein kleines Dorf mit etwa 50 Häusern gehandelt, in denen arme Juden lebten.

Die Reste einer Mauer, eines Unterschlupfs und einer Zisterne wurden den Angaben zufolge bei Arbeiten zur Ausgrabung eines alten Klosterhofs in der nordisraelischen Stadt entdeckt. Es seien auch Behälter aus Ton und Kalkstein gefunden worden.

Dies sei ein Indiz dafür, dass das Haus einer "einfachen jüdischen Familie" gehört habe, sagte die Archäologin. Es sei wahrscheinlich, dass Jesus und seine Freunde aus der Kinderzeit das Haus gekannt hätten.

Daneben fanden die Archäologen einen Schacht. Er könnte den Bewohnern während des jüdischen Aufstands gegen die Römer im Jahr 67 als Versteck gedient haben, vermuten die Forscher. Solche Verstecke hätten sich auch in anderen Gebäuden aus jener Zeit befunden.

Die Schnauze der Erkenntnis

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