Wer glaubt, dass Stress eine moderne Plage ist, sollte sich die Köpfe der peruanischen Ureinwohner ansehen. Sie zeugen noch heute von nervlicher Anspannung.
Der moderne Mensch hat es nicht leicht. Während der Woche sitzt er im Büro; er hat viel zu tun, zu viel. Am Wochenende arbeitet er von zu Hause oder optimiert Leib und Persönlichkeit, ohne je über eine Ziellinie zu schreiten. Linderung bietet da die Meldung, dass auch die Inkas und ihre Vorfahren gestresste Menschen waren. Zu diesem Schluss kommen Archäologen um Emily Webb von der University of Western Ontario, die den Gehalt des Stresshormons Cortisol in Haarproben aus archäologischen Stätten Perus analysiert haben (Journal of Archaeological Science, online).
Den Kopf so voll - damals wie heute. (© Foto: dpa)
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Die Haare von zehn Individuen stammen aus der Zeit zwischen 550 und 1532 nach Christi Geburt. Die Proben aus Stätten wie Nasca, Leymebamba oder Puruchuco sind bis zu 27 Zentimeter lang. So gewannen die Forscher einen Überblick über die Stressgeschichte der Individuen, die einige Monate oder gar zwei Jahre abdeckte. Bei den meisten fanden die Archäologen Hinweise, die auf Phasen mit erhöhtem Stress hinwiesen. Der jeweilige Anlass mag ein anderer gewesen sein, doch der Stress war für den geplagten Hochlandbewohner wohl der gleiche wie für den modernen Büromenschen.
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(SZ vom 15.12.2009/sehe/beu)
Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
Man darf auch die neuen Krankheiten nicht vergessen. Weitaus mehr Inka starben durch die unbewußt eingeschleppten europäischen Krankheiten, als durch Krieg.
waren die inka selbst. man konnte sich anschließen/unterwerfen oder wurde bekämpft- ähnlich wie bei den römern.
und wenn man öfter mal in den krieg zieht, wird es auch schonmal stressig. auch wenn man der angreifer ist.
pizzarro besiegte die inka vor allem, da es zu dieser zeit eine art bürgerkrieg gab- auch sehr stressig.
es hatten sich nicht alle lieb bevor die spanier kamen...
ich denke mal so eine kampfhandlung ist für den kämpfer immer mit stress verbunden. auch wenn der gegner keine überlegenen waffen hat, ist das eine lebensbedrohliche situation in der der mensch nunmal zu stress neigt.
Vom wiederholen wirds nicht richtiger...
Ihre Theorie könnte auf die Probe(n) von 1532 stimmen, da in diesem Jahre (April) Pizarro an der peruanischen Küste landete. Allerdings lässt sich damit selbst bei diesen Proben nicht erklären, woher der Stress in den Monaten bis 2 Jahren zurückliegend herkommt.
Und das die Proben vor 1532 auch Stresssymptome anzeigen, widerlegt ihre Theorie. Oder wollen Sie behaupten, die Traumdeuter hätten bereits 1.000 Jahre im Voraus Alpträume wegen der Ankunft der Weißen Götter gehabt? ;)
Dass Sie erst schreiben und dann Lesen ist bekannt.
Artikelzitat: Die Haare von zehn Individuen stammen aus der Zeit zwischen 550 und 1532 nach Christi Geburt. Wann wurde Amerika offiziell entdeckt? Wann wurden die ersten Reisen von Europäern dort hin Unternommen?
Amerika wurde 550 entdeckt?
Paging