US-Forscher haben erstmals das vollständige Erbgut einer Amphibie entschlüsselt. Das Frosch-Genom entspricht in großen Teilen dem des Menschen.
Zum ersten Mal ist es Forscher gelungen, das gesamte Erbgut einer Amphibie zu entziffern. Das entschlüsselte Genom gehört dem Krallenfrosch Xenopus tropicalis.
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Xenopus tropicalis (links) und sein "großer Bruder" Xenopus laevis(rechts) gehören zur Gattung der Krallenfrösche. (© Foto: dpa)
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Teile des Frosch-Erbguts weisen eine große Ähnlichkeit mit dem des Menschen auf, berichten die US-Genetiker im Fachjournal Science.
So identifizierten die Forscher an die 1700 Gene, die beim Menschen mit Krankheiten in Zusammenhang stehen. Damit, so hoffen sie, könnten die Tiere dazu dienen, menschliche Krankheiten genauer zu untersuchen.
Krallenfrösche gehören zu den klassischen Versuchstieren in der Forschung. Xenopus laevis, der "große Burder" des Xenopus tropicalis, wurde beispielsweise vor allem in den 40-iger und 50-iger Jahren zu Schwangerschaftstests eingesetzt. Das Tier reagiert auf das Schwangerschaftshormon HCG. Wird dem Frosch der Urin einer schwangeren Frau injiziert legt es innerhalb von zehn Stunden Eier.
Xenopus tropicalis selbst wird in Laboren weltweit zur Untersuchung von zellbiologischen Vorgängen oder der Embryonalentwicklung eingesetzt.
Insgesamt besitze er etwa 20.000 Gene. Beim Menschen seien es mit rund 23.000 Genen nur etwas mehr, berichten die Forscher um Uffe Hellsten von der University of California in Berkeley.
Auch Hühner haben ein ähnlich strukturiertes Genom
Zahlreiche Gene seien beim Krallenfrosch in der gleichen Abfolge angeordnet wie beim Menschen. Auch beim Huhn sei das Genom sehr ähnlich strukturiert.
"Wenn man die Segmente des Xenopus-Genoms betrachtet, blickt man im wahrsten Sinne des Wortes auf Strukturen, die 360 Millionen Jahre alt und Teil des Genoms des letzten gemeinsamen Vorfahrens aller Vögel, Frösche, Dinosaurier und Säugetiere sind, die je auf der Erde gelebt haben", sagt Hellstein.
Das Erbgut von Ratten und Mäusen hätte den Eindruck vermittelt, dass Genome sich schnell entwickeln. Dies scheine allerdings nur typisch für Nager und nicht für alle Organismen zu sein.
"Seltenes Ereignis in der Evolution"
"Stattdessen scheint es, dass das Auseinanderbrechen und Neuanordnen von Chromosomen ein sehr seltenes Ereignis in der Evolution ist", so Hellstein.
Der Wissenschaftler und seine Mitarbeiter wollen nun im Detail untersuchen, welche Gene bei Frosch und Mensch gleich sind und welche den Menschen dann letztlich doch zum Menschen machen. Die übereinstimmenden Gene seien für grundlegende Entwicklungsvorgänge unabdingbar, berichten die Forscher.
Nach der Sequenzierung von Vertretern der Fische, Vögel und Säugetiere ermögliche das erste entschlüsselte Amphibiengenom auch neue Einblicke in die Evolutionsgeschichte der Wirbeltiere.
Untersuchungen des Erbguts sollen weiterhin dazu beitragen, die Überlebenschancen von Fröschen und anderen Amphibien in freier Natur zu verbessern.
Diese Tiere würden sehr sensibel auf verschiedene Umweltchemikalien reagieren. Ein besseres Verständnis von den molekularen Wirkungsweisen dieser Stoffe könne dazu beitragen, die Vielfalt der Frösche in der Natur zu schützen, sagt Hellsten in einem Interview mit Science.
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(sueddeutsche.de/dpa/cosa/mcs)
sie hatten etwas vergessen, Schweine sind nicht nur klug, sozial und freundlich, sondern auch sehr, sehr schmackhaft; gerade jetzt in der grillsaison. immerhin die beste eigenschaft des schweines!
Warum müssen immer die armen Schweine dafür herhalten, wenn es darum geht, menschliches schlechtes Benehmen einem Tier zuzuordnen.
Schweine sind klug, sozial und eher freundlich.
Der Spruch "Sei doch kein Frosch !" kann eigentlich gar nicht mehr recht befolgt werden.
Es stimmt, schwimmen tut der Mensch genau wie ein Frosch - klar - die Gene stimmen diesbezüglich überein. Und das mit den Hühnern stimmt bestimmt bei etwa 50 % der Menschen auch - habe schon oft gegackere gehört. Aber die anderen Gene könnten mit dem Schwein übereinstimmen, nicht nur der Bäuche wegen, auch das Benehmen stimmt da häufig völlig überein. Was sagt uns dass - der Homo sapiens ist eine Mutation aus vielen Wesen, also nichts mit "Krone der Schöpfung" -Aua !
...muss dann wohl auch neu geschrieben werden. dann haben wir menschen also das gegackere von den hühnern, das rumgequake von den fröschen, das meckern von den ziegen...usw.
PS: auch Darwin kann sich irren