Aids-Statistik 40 Millionen HIV-Infizierte weltweit

Die Aids-Epidemie breitet sich weiterhin rapide aus: Gerade in den GUS-Staaten und in Südostasien nimmt die Zahl der Infizierten stark zu.

Von Sabine Olff

Trotz weltweiter Anstrengungen zur Bekämpfung der AIDS-Epdemie breitet sich die Immunschwächekrankheit weiterhin rapide aus: Zur Zeit leben weltweit etwa 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, das sind 1,2 Prozent der Weltbevölkerung.

In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben mehr als 28 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Klicken Sie auf die Karte, um Informationen über die einzelnen Regionen zu erhalten!

(Foto: sueddeutsche.de)

Am stärksten betroffen bleiben die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Allein dort leben mehr als 28 Millionen Menschen mit dem lebensgefährlichen Virus. Dagegen leben nur 1,5 Millionen Infizierte in westlichen Industriestaaten.

Fünfzehn Mal höher als 1998

Im vergangenen Jahr haben sich fünf Millionen Menschen neu mit HIV infiziert - gerade in den GUS-Staaten und in bevölkerungsreichen Staaten Südostasiens nimmt die Zahl der Infizierten stark zu.

So hat in China in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres die offizielle Zahl der Neuinfizierungen um 67 Prozent zugenommen. In Russland ist die Zahl der AIDS-Infizierten Ende 2001 sogar fünfzehn Mal höher als 1998.

Todesursache Nummer Eins

Mittlerweile ist die Immunschwächekrankheit AIDS die vierthäufigste Todesursache auf der Welt: Rund drei Millionen Menschen sind 2001 an den Folgen ihrer HIV-Infektion gestorben - davon allein 2,3 Millionen in Afrika. Südlich der Sahara ist AIDS damit bereits Todesursache Nummer Eins.

Ohne die AIDS-Epidemie läge die durchschnittliche Lebenserwartung im südlichen Afrika bei 62 Jahren. Tatsächlich werden die Menschen im Durchschnitt aber nicht älter als 42 Jahre.

In Deutschland leben zur Zeit knapp 40.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Drei Viertel davon sind Männer. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Immunschwächevirus hat sich nach Angaben des Robert Koch- Instituts (RKI) im vergangenen Jahr nicht verändert. Für 2001 geht das Bundesinstitut von knapp 2000 HIV-Neuansteckungen aus.