Die Unterhändler des Weltklimarates haben sich auf den vierten Teil des Klimaberichts geeinigt. Offenbar sind die Delegierten nicht hinter die Erklärungen und Forderungen der ersten Teile zurückgefallen.
Der vierte und letzte Teil des aktuellen Weltklimaberichts ist unter Dach und Fach. Beim Treffen des Weltklimarats (IPCC) in Valencia einigten sich die Unterhändler in der Nacht zum Freitag auch auf eine Zusammenfassung der bisher erschienenen Studien zu den Auswirkungen der Erderwärmung, wie der niederländische Wissenschaftler Bert Metz mitteilte.
Er sprach von einem "guten und ausgewogenen Dokument", das nach harten und kontroversen Verhandlungen zustandegekommen sei.
Metz zufolge stellen die Papiere eindeutig klar, dass der Klimawandel eine unbestreitbare Tatsache ist und dass sich die Situation kontinuierlich verschlechtert. Deshalb bestehe dringender Handlungsbedarf. Auch akzeptierten die Delegierten offenbar unter anderem erneut, dass der beobachtete Anstieg der globalen Temperatur nur durch den Einfluss des Menschen erklärt werden kann.
Neue Informtionen liefert der Synthesereport allerdings nicht. Er fasst lediglich die zuvor auf tausenden Seiten dargelegten Argumente, Daten und Projektionen der Forscher in knapper und leicht verständlicher Form auf 20 Seiten zusammen.
Die längere Version des vierten Weltklimaberichts ist den Angaben zufolge etwa 70 Seiten lang und sollte noch im Laufe des Freitags überarbeitet und angenommen werden. Es gab offenbar nur marginale Änderungen, etwa Anpassungen der Grammatik oder die Korrektur von Tippfehlern.
Die in Valencia erarbeiteten Dokumente gelten als geheim, bis sie am Samstag von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon formell der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Sie dienen als Handlungsanleitung für Entscheidungsträger und als Grundlage für die im Dezember auf Bali stattfindenden Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll.
WWF-Sprecher Hans Verolme wertete die Dokumente als "klare Botschaft an die Politik". Die Wissenschaftler des IPCC hätten ihren Auftrag erfüllt, wofür ihnen zu Recht der Friedensnobelpreis zuerkannt worden sei.
Die Frage sei nun, was die Politiker mit diesen Ergebnissen und Empfehlungen anfangen würden. Der IPCC erhält zusammen mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore den diesjährigen Friedensnobelpreis für seine Bemühungen um den Klimaschutz.


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