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Flüchtlinge im Sudan stehen für Trinkwasser an. Wo Frischwasser fehlt, werden auch die hygienischen Bedingungen katastrophal. Foto: Reuters
Sauberes Wasser wird zu einer der kostbarsten Ressourcen der Welt werden. Bewässerung in der Landwirtschaft verbraucht bereits heute 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers weltweit. Bis zum Jahr 2050 muss aber die Nahrungsproduktion mindestens verdoppelt werden, um das Hungerproblem einer wachsenden Weltbevölkerung zu lösen.
Dadurch wird die Wassernutzung in Entwicklungsländern bis zum Jahr 2025 voraussichtlich um die Hälfte ansteigen. Dieser Mehrverbrauch werde in wasserarmen Ländern "nicht mehr tolerierbar sein", heißt es in dem Unep-Bericht: Dann nämlich werden knapp zwei Milliarden Menschen mit absoluter Wasserknappheit leben müssen.
Wo es an Frischwasser fehlt, werden schnell auch die hygienischen Bedingungen katastrophal. 2,6 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Dieser Mangel sowie ein schlampiger Umgang mit fäkalienhaltigen Abwässern und dem Dung von Tieren führen dazu, dass das wenige verfügbare Wasser in trockenen Regionen oft mit krankmachenden Mikroorganismen verseucht ist. In Entwicklungsländern sterben jährlich drei Millionen Menschen durch Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser entstehen. Die meisten Opfer sind Kinder unter fünf Jahren.
Außerdem verschmutzen Industrieabfälle und -abgase die weltweiten Süßwasserreserven. Hinzu kommen Dünger und Pflanzenschutzmittel, die von Feldern ins Grundwasser gelangen. Kontaminiertes Wasser sei der weltweit wichtigste Grund für menschliche Krankheit und Tod, berichtet die Unep.
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