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Barack Obama hat sich viel vorgenommen. Ob er es halten kann, ist unklar. Foto: Reuters

Barack Obama hat die Bush-Regierung für ihren Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Vergangenheit heftig kritisiert. Letztes Jahr versprach er Science zufolge öffentlich, dass seine Politik sich auf die Grundlage von "Beweisen und Fakten" stützen werde. Und manche Wissenschaftler, die ihn in der Vergangenheit bei der politischen Arbeit beobachtet haben, denken, der Senator könnte das sogar ernst meinen, schreibt Yudhijit Bhattacharje in dem Wissenschaftsmagazin.

So habe er die Gesundheitspolitik bereits seit Jahren auf der Agenda. Obamas Kampagne besteht allerdings zum Teil aus "hochfliegenden wissenschaftspolitischen Zielen, die zu realisieren schwer fallen dürften". So möchte er die Finanzierung der Grundlagenforschung durch die Regierung verdoppeln und mehr Amerikanern Zugang zum Internet verschaffen. Er möchte 18 Milliarden Dollar für Ausbildungsinitiativen investieren - etwa zum frühkindlichen Lernen, berichtet Science. Auf der anderen Seite will er allerdings die geplanten Mond- und Mars-Programme der Nasa verschieben, die Jobs für Tausende Wissenschaftler und Ingenieure bedeuten.
Obama unterstützt die Forschung mit embryonalen Stammzellen

Um gegen den Klimawandel vorzugehen, fordert Obama eine Reduzierung der Treibhausgasemission um 80 Prozent bis 2050, ausgehend von 1990. Außerdem will er 150 Millionen Dollar in die Entwicklung von Biotreibstoffen investieren.

Seine Weste als Umweltpolitiker ist allerdings nicht ganz rein. So hat er Naturschützer 2007 mit einem Gesetzentwurf verärgert, demzufolge die Umwandlung von Kohle in Flüssigtreibstoffe finanziell unterstützt werden sollte, um die USA von ausländischem Öl unabhängig zu machen. Auf den Vorwurf, er habe dies aus Rücksicht auf die Kohleindustrie in seiner Heimat getan, reagierte er ausweichend. Er sei nur dafür, wenn die Kohlendioxid-Emission aus Umwandlung und Verbrennung netto 20 Prozent geringer sei als die von Treibstoffen auf der Basis von Öl.

(sueddeutsche.de/mcs)