Berechnungen des Bundesumweltamtes zufolge wird es in Deutschland 1,8 bis 2,3 Grad Celsius wärmer. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede.
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Die Temperaturänderung 2071 - 2100 minus 1961 - 1990. Grafik: Umweltbundesamt
Am täglichen Wetterbericht interessiert die meisten Menschen vor allem das Geschehen vor ihrer Haustür. Keine Frage also, dass das auch auf langfristigere Prognosen zutrifft.
Forscher aus Potsdam haben jetzt im Auftrag des Bundesumweltamtes (UBA) Prognosen für das regionale Klima am Ende dieses Jahrhunderts vorgelegt.
Die Studie nennt keine Regenfälle oder Sonnenstunden für einzelne Tage, aber Szenarien und Wettertrends. Dazu wurden die Jahre 2071 bis 2100 mit 1961 bis 1990 verglichen.
Demnach dürfte es in Deutschland 1,8 bis 2,3 Grad Celsius wärmer und 17 bis 20 Prozent trockener werden.
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Niederschlagsänderung 2071 - 2100 minus 1961 - 1990 im Sommer Grafik: Umweltbundesamt
Allerdings gibt es große regionale und zeitliche Unterschiede: An den Meeresküsten dürfte sich die Erwärmung weniger bemerkbar machen als im norddeutschen Binnenland. Besonders im Nordosten könnte der Regen im Sommer um die Hälfte abnehmen.
Dagegen gäbe es im Winter mehr Niederschlag, besonders in bergigen Regionen. Im Hunsrück etwa könnte die Zunahme 80 Prozent betragen, während Wintersportorte in den Alpen womöglich einen leichten Rückgang verkraften müssen.
Die Daten stammen aus einem Klimamodell namens Wettreg. Die Forscher der Potsdamer Firma CEC haben heutige Wettermuster analysiert, zum Beispiel die Wirkung eines Tiefs über Schottland für den Großraum Berlin.
Dann wurde geprüft, wie häufig Klimamodelle in Zukunft Tiefs über Schottland erzeugen, und daraus Wettertrends für Berlin abgeleitet.
Ein Großteil der Daten wurde bereits im vergangenen Oktober veröffentlicht.
Christoph Schär, der an der ETH-Zürich ein Klimamodell für die Alpen entwickelt, sagte damals: "Man sollte die Ergebnisse mit einem gehörigen Maß Skepsis betrachten."
Das UBA betont die Spannbreite möglicher Veränderungen:
Die Modellrechnungen zeigten, was auf uns zukommen dürfte", sagte UBA-Präsident Andreas Troge bei der Vorstellung der Zahlen.
"Das hilft uns, uns rechtzeitig auf die unabwendbaren Folgen einzustellen."
(SZ vom 30.1.2007)

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