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In den USA steht ein neues Herzmittel kurz vor Zulassung. Das Besondere: Das Mittel wird für Afro-Amerikaner empfohlen. Die Arznei hat eine Diskussion um rassistische Medizin ausgelöst.
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Ein Herzmedikament, das vornehmlich Afro-Amerikanern hilft, hat in den USA eine wichtige Zulassungshürde genommen.
Ein Beratungskomitee der Arzneimittelaufsicht FDA hat nun die besondere Zulassung für Schwarze empfohlen. Die Datenlage sei eindeutig, so das Komitee.
In Studien senkte die Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon.
"Die Beweise sind mehr als ausreichend, um eine Zulassung zu befürworten", sagt der Vorsitzende des Komitees, Steven Nissen.
Doch die Arznei hat in den USA auch eine Diskussion um rassistische Medizin ausgelöst. Vivian Wang vom National Human Genome Research Institute ist gegen die ethnospezifische Zulassung: "Die Wirkung ist schließlich nicht durch die Hautfarbe, sondern durch die Gene bedingt."
Einzelne Personen anderer Ethnien könnten die verantwortlichen Gene auch besitzen. Die FDA ist nicht an das Votum des Komitees gebunden, richtet sich aber meist danach.
"Höchstwahrscheinlich" werde Bidil zugelassen, sagte ein FDA-Sprecher der SZ. Es wäre die erste Arznei für eine ethnische Gruppe.
(SZ vom 21.6.2005)
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