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Ein Londoner Anwalt und The Times beanspruchten, den in der Urteilsbegründung zum Plagiatsprozess um den Bestseller "Sakrileg" versteckten Code entschlüsselt zu haben.
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Das Urteil mit dem Code. (Foto: AP)
Der so genannte Smithy Code ist geknackt. Der Londoner Anwalt Dan Tench und die Zeitung The Times beanspruchten beide, den in der Urteilsbegründung zum Plagiatsprozess um den Bestseller „Sakrileg“ versteckten Code entschlüsselt zu haben.
Demnach lautet die Botschaft des Richters Peter Smith: „Jackie Fisher who are you Dreadnought“ - eine Anspielung auf den britischen Admiral John „Jackie“ Fisher, der im 19. Jahrhundert die Marine modernisierte und das Panzerschiff „Dreadnought“ entwickelte.
Smith wies am 7. April eine Klage der Sachbuchautoren Michael Baigent und Richard Leigh ab, die dem Erfolgsschriftsteller Dan Brown vorwarfen, in seinem Kirchenthriller „Sakrileg“ (“The Da Vinci Code“) aus ihrem Buch „Der Heilige Gral und seine Erben“ abgeschrieben zu haben. Schon bald entdeckten Juristen im Text der 71-seitigen Urteilsbegründung seltsame Kursivsetzungen.
Aus den ersten zehn Buchstaben dieser Art ergab sich das Wort „Smithy Code“. Der Rest war komplizierter und hat seitdem nicht nur in Juristenkreisen reges Interesse geweckt.
Dem Anwalt Tench zufolge waren die kursiv gedruckten Zeichen auf der Basis eines Codes aus dem Buch „Sakrileg“ zu entschlüsseln. Darin stellt der Romanheld Robert Langdon eine mathematische Reihe vor, in der eine Zahl immer zur nächsten hinzugezählt wird.
Nach diesem Prinzip hätten dann die kursiv gedruckten Buchstaben zu einem Text zusammengefügt werden können, sagte Tench. Allerdings hätte wohl niemand erwartet, dass Richter Smith in sein Urteil ausgerechnet einen Bezug zu einem obskuren Admiral einbauen würde.
Weiter erklärte Tench, Smith habe ihm per E-Mail inzwischen bestätigt, dass er das Rätsel um die geheime Botschaft korrekt gelöst habe. Dies machte auch die „Times“ für sich geltend. Smith wird in der Zeitung mit den Worten zitiert, er habe den Code ausschließlich „zum eigenen Vergnügen“ in die Urteilsbegründung eingebaut. Die Botschaft habe nichts mit dem Prozess an sich zu tun.
(AP/Jill Lawless)
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