Impfen oder nicht impfen lassen? Das ist derzeit die Gretchenfrage für viele Menschen, die sich vor der Schweinegrippe schützen wollen. Fünf Ratschläge für die richtige Abwägung im Einzelfall.
Achtung vor politischen Bekundungen und Panikmache: Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission muss sich nicht jeder Mensch gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Foto: dpa
Wem wird die Imfpung gegen die Schweinegrippe empfohlen?
Durch politische Bekundungen und Panikmache entsteht der Eindruck, dass sich die komplette Bevölkerung impfen lassen soll. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), des maßgeblichen 16-köpfigen Expertengremiums, sieht anderes vor: "Die Impfung gegen die Neue Influenza sollte in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in folgender Reihenfolge und Abstufung erfolgen:
1. Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material
2. Personen ab einem Alter von 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
3. Schwangere (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen
4. Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle für ungeimpfte Risikopersonen (s. 2. und 3. und Säuglinge unter 6 Monaten) sein können
5. Alle übrigen Personen ab dem Alter von 6 Monaten bis 24 Jahren
6. alle übrigen Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren
7. alle übrigen Personen ab 60 Jahren."
Die Stiko schreibt weiter: "Bereits bei der gegenwärtigen Datenlage wird für die Indikationsgruppen 1, 2 und 3 eine Impfung empfohlen. Sollten neue, national und international gewonnene Erkenntnisse zur Epidemiologie oder zu den Impfstoffen dies erfordern, wird die Stiko sofort, spätestens jedoch 4 Wochen nach erstem Einsatz der Impfstoffe, zum weiteren Impfvorgehen bei den Indikationsgruppen 4 bis 7 erneut Stellung nehmen." Eine Impfempfehlung für die gesunde Bevölkerung ist das nicht, auch wenn politisch so getan wird.
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