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Kein Wunder, dass Katzen auf Süßes locker verzichten können - sie schmecken es ohnehin nicht. Weshalb das so ist, haben Forscher jetzt herausgefunden.
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Katzen fehlt der Geschmacksrezeptor für Süßes. (Montage: sueddeutsche.de)
Demnach funktionieren die Geschmacksrezeptoren für Süßes bei Katzen nicht mehr richtig.
Statt zwei funktionierender Gene haben die Tiere nur noch ein intaktes Gen für einen Geschmacksrezeptor, der für Süßes zuständig ist.
Jetzt grübeln die Forscher über Ursache und Wirkung: Waren die Katzen zuerst strikte Fleischfresser, sodass ihre Geschmacksrezeptoren für Süßes nach und nach verkümmert sind? Oder haben sie sich auf Fleisch gestürzt, weil sie das Süße immer weniger schmecken konnten?
Auch bei Löwen und Tigern
Nicht nur Hauskatzen können Süßes nicht schmecken, das gilt auch für alle Wildkatzen wie Löwen oder Tiger. "Es lag also nahe, sich die Gene für die Geschmacksrezeptoren näher anzuschauen", sagt Xia Li vom Menell Chemical Senses Center in Philadelphia.
Der Geschmacksrezeptor für Süßes wird im Körper aus zwei Eiweißmolekülen zusammengesetzt; für die Herstellung jedes dieser Moleküle gibt es ein eigenes Gen. Bei Katzen liegt eines der beiden Gene jedoch nur noch als Pseudogen vor. Deshalb bricht die Produktion des entsprechenden Eiweißmoleküls vorzeitig ab.
Die Forscher haben denselben Gendefekt auch bei Löwen und Geparden gefunden. (Public Library of Sciences, Genetics, Bd. 1, S. e3, 2005)
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