4. Heidelberg Laureate Forum Eine Woche Zahlen

Preisgekrönte Mathematiker und Informatiker treffen sich in Heidelberg mit Nachwuchswissenschaftlern aus 50 Ländern zum fachlichen Austausch.

Von Johanna Pfund

Zum vierten Mal findet diese Woche das Heidelberg Laureate Forum statt, bei dem sich preisgekrönte Mathematiker und Informatiker mit Nachwuchswissenschaftlern austauschen. Insgesamt 21 Laureaten, Träger der Fields-Medaille, des Abel-Preises, des A. M. Turing Awards oder des Nevanlinna-Preises, nehmen dieses Mal daran teil, halten Vorträge und leiten Workshops. Die 200 jungen Wissenschaftler kommen aus 50 Ländern, knapp ein Drittel davon sind Frauen. Den Schwerpunkt, das Hot Topic, bildet dieses Jahr die künstliche Intelligenz. Zudem besuchen die Laureaten Schulen, die jungen Wissenschaftler lernen Institutionen kennen.

Ausflüge runden das Programm ab. Veranstalter des Forums ist die Stiftung Heidelberg Laureate Forum Foundation (HLFF). Die Idee geht auf Klaus Tschira (1940 - 2015), Mitbegründer des Unternehmens SAP, zurück. Ziel ist es, hervorragenden Mathematikern und Informatikern eine Plattform zu bieten, ähnlich der Nobelpreisträgertagung in Lindau. In die Organisation eingebunden sind die preisverleihenden Institutionen: die Association for Computing Machinery, die den A. M. Turing Award vergibt, die International Mathematical Union (Fields-Medaille und Nevanlinna-Preis) und die Norwegian Academy of Science and Letters (Abel-Preis). Zu Beginn dieser Woche unterzeichneten die HLFF und die Universität Heidelberg, die die Räume zur Verfügung stellt, ebenfalls einen Kooperationsvertrag.

Darüber hinaus arbeitet die Heidelberger Tagung mit der Lindauer Nobelpreisträgertagung zusammen. Zur jeweils anderen Tagung wird ein Laureat zur Gastvorlesung entsandt. In Heidelberg hielt am Montag Brian Schmidt, Träger des Physik-Nobelpreises 2011, die "Lindau Lecture". Sein Thema: Supernovae.