Zwischen den Zahlen Mahlzeit!

Aktuelles Lexikon: Circle Breaker

Bei dem bedrohlichen Sturz der Börsenkurse in China während der vergangenen Tage spielten so genannte Circuit Breaker (wörtlich: Stromunterbrecher) eine zentrale Rolle. Das sind Mechanismen der Börsenaufsicht, die eine Panik verhindern sollen. Bei den Börsen von Schanghai und Shenzhen sah dieser Circuit Breaker vor, dass der Handel automatisch für den Rest des Tages eingestellt wird, sobald der Durchschnitt der Aktienindizes beider Handelsplätze die Marke von 7,0 Prozent erreicht. Da die Börsenaufsicht zum Schluss kam, dass der Mechanismus die Lage eher noch verschlimmerte, wurde er mit Wirkung vom Freitag wieder abgeschafft. Circuit Breakers gibt es auch an der Wall Street. Die New York Stock Exchange führte sie ein als Konsequenz aus dem "Schwarzen Montag" vom 19. Oktober 1987, an dem der Dow-Jones-Index 22,61 Prozent verloren hatte. Jeder Händler an der Wall Street sollte heute einen Zettel mit den neuesten Regeln für den Circuit Breaker bei sich haben. Nach dem heutigen Stand wird der Handel für 15 Minuten unterbrochen, wenn der Wert des Index S&P 500 vor 15:25 Uhr um 7,0 Prozent unter den Wert aus dem letzten Monat des Vorquartals sinkt. Nach 15:25 wird normal weitergehandelt. Fällt der Kurs um 20 Prozent, wird der Handel für den Rest des Tages ausgesetzt. Nikolaus Piper

Probier's mal mit Gemütlichkeit: Der Aktiencrash enthüllte, dass Chinas Börse täglich schließt. Für eine lange Mittagspause.

Von Harald Freiberger

Die abgelaufene Woche brachte eine überraschende Erkenntnis. An der chinesischen Börse machen die Händler von 11.30 bis 13 Uhr Mittag. In dieser Zeit kann keine einzige Aktie gekauft oder verkauft werden. Das kam heraus, weil es am chinesischen Aktienmarkt in der Woche turbulent zuging . Nach einer neuen Regel wurde der Handel an zwei Tagen gestoppt, weil die Kurse stark gefallen waren - erst für 15 Minuten, danach für den Rest des Tages. Beim Blick auf den Kursverlauf zeigte sich, ...