Klaus Zumwinkel wandert aus: Knapp drei Wochen nach seiner Verurteilung verlegt der Steuersünder seinen Erstwohnsitz nach Italien.
Den Gerichtssaal in Bochum hat der ehemalige Postchef Klaus Zumwinkel als freier Mann verlassen, nun kehrt der ehemalige Top-Manager der gesamten Bundesrepublik den Rücken. Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Zumwinkel habe sich vor einigen Tagen ordnungsgemäß abgemeldet und wolle jetzt ganz in seine Burg am Gardasee ziehen, bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Bochum Berichte der Bild-Zeitung und der Rheinischen Post.
Klaus Zumwinkel zieht in seine Burg am Gardasee. (© Foto: AP)
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Augenzeugen beobachteten gegen Ende der vergangenen Woche, wie Umzugs-Lkw vor der gemieteten Villa Zumwinkels im Kölner Nobelviertel Marienburg beladen wurden. Zumwinkel müsse jeden Wohnsitzwechsel mitteilen, das gehöre zu den Bewährungsauflagen, sagte der Gerichtssprecher. Allerdings sei Zumwinkel wohl auch in Italien für die deutsche Justiz erreichbar. "Alles was EU ist, geht", sagte er.
Zumwinkel war vom Landgericht Bochum wegen Steuerhinterziehung von knapp 970.000 Euro über eine Stiftung in Liechtenstein zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldbuße in Höhe von einer Million Euro verurteilt worden.
Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft hatten vor fast genau einem Jahr, am 14. Februar 2008, Zumwinkels Villa und sein Büro in Bonn durchsucht. Der Spitzenmanager musste in der Folge von allen Posten zurücktreten.
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(sueddeutsche.de/AP/tob/pak)
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SmoovE: Zumwinkel
Die Leistung von Zumwinkel besteht darin, 10.000 de Postfilialen geschlossen und Leute um Arbeit gebracht zu haben. Das ist sein Verdienst. außerdem war er der Freund derKanzlerin wie auch von Pierer (Siemens).
Sie haben vollkommen Recht. Das hat mich auch gewundert. Wo ist die Knete geblieben?
Auf Nachfrage wird Zummi angeben, dass es in diversen Spielkasinos verzockt hat.
Eine beliebte Ausrede in gewissen kriminellen Kreisen.
Weiß eigentlich jemand hier, wie Zuminkels Vater an die Kaufhauskette und damit Zumwinkel an sein Ausgangsmillionenvermögen gekommen ist? Fände ich wirklich mal sehr interessant angesichts der damals recht bewegten Zeiten in Deutschland, sowohl vor als auch nach 1945.
Und hat eigentlich jemand anderer auch mitgerechnet? Zumwinkel gab nach meiner Erinnerung in seinem Verfahren ein Vermögen an, das im Wesentlichen aus seinem vor zehn Jahren gekauften Schloss am Gardasee sowie etwa 8 Mio. Euro an Geldanlagen bestehen soll, was in etwa seiner Liechtensteiner Stiftung entspricht. (Zahlt er denn zukünftig für deren Ertäge Steuer und wenn ja, wo?).
Was hat der Mann dann aber eigentlich mit den deutlich mehr als zehn Millionen gemacht, die er in den letzten zehn Jahren netto verdient haben dürfte? (Sein Bruttoverdienst lag doch am Ende alleine bei der Post jährlich bei um die vier Millionen Euro und dazu kamen lukrative Aufsichtsratsposten. )
Irgendwie passt das Ganze nicht zusammen, aber ich lasse mich gerne eines Besseren bekehren!
Als Staatsanwalt würde ich da aber noch einmal genauer hinschauen und mich für Zumwinkels Urlaubsoasen interessieren - und dann vermutlich auch versetzt werden! Richterin wäre doch aber auch nicht schlecht, nachdem die Steuerzahler derartige Beförderungen im Sinne der "Elite" doch so großzügig finanzieren und tolerieren!
Warum hat keiner dieser Augenzeugen die Umzugskartons gezählt?
Das einzig Sichere auf der Welt ist der Wandel. In Abwandelung!
Es kann sein, das H. Zumwinkel vom Regen in die Traufe kommt, er weiß es nur noch nicht!
Und da nutzen im die bei seinem "seltsamen" Prozess eingesparten Millionen nicht viel.
Sic transit gloria mundi.
Und das ist die Gerechtigkeit für alle. Auch wenn der Staatsanwalt zufällig während des Prozesses gewechselt wird.
Paging