Der Flirt zwischen Microsoft und Yahoo geht weiter, aber auf Sparflamme. Nun erwägen beide Konzerne eine Zusammenarbeit im Bereich der Online-Werbung - eine Allianz gegen den mächtigen Suchmaschinenkonzern Google.
Sie können nicht voneinander lassen: Microsoft und Yahoo verhandeln wieder. Dieses Mal geht es allerdings nicht um eine Übernahme. Beiden Unternehmen ist die Vorherrschaft von Google bei der Online-Werbung ein Dorn im Auge. Nun soll eine Kooperation von Yahoo und Microsoft die Marktmacht des Suchmaschinenkonzerns brechen.
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Yahoo und Microsoft verhandeln wieder - nun geht es um eine Kooperation bei der Online-Werbung. (© Foto: AFP)
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Wie das geschehen soll, verriet Microsoft zunächst nicht. Der Konzern wollte aber nicht ausschließen, später ein neues Angebot für Yahoo vorzulegen. Die Gespräche könnten aber auch ergebnislos enden. Yahoo teilte mit, der Aufsichtsrat erwäge mehrere Alternativen, um den Wert des Unternehmens zu maximieren. Man sei offen gegenüber jedem Geschäft, das im besten Interesse der Aktionäre sei.
Kooperation mit Google nicht vom Tisch
Die Gespräche könnten auf eine Partnerschaft der Unternehmen bei Werbung im Zusammenhang mit Internetsuchen abzielen. Yahoo hat bereits eine Zusammenarbeit mit dem Marktführer Google erwogen. Diese Kooperation könnte aber auf den Widerstand der Kartellbehörden stoßen, weil die beiden Internetfirmen zusammen auf einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent kommen. Nach Einschätzung von Analysten ist eine Zusammenarbeit aber immer noch möglich.
Microsoft hatte zuvor 30,6 Milliarden Euro für Yahoo geboten. Yahoo-Chef Jerry Yang forderte weitere 3,55 Milliarden Euro. Deswegen platzte der Kauf. Am Donnerstag kündigte der Investor Carl Icahn an, den Aufsichtsrat des Suchmaschinenanbieters mit von ihm vorgeschlagenen Vertretern besetzen zu wollen. Dies sei die Reaktion auf die irrationale Ablehnung des Übernahmeangebots, erklärte Icahn.
Der Milliardär kaufte sich nach der Ablehnung bei dem kalifornischen Internetkonzern ein. Er soll für mehr als eine Milliarde Dollar rund 50 Millionen Aktien gekauft haben, was einem Firmenanteil von etwa 3,6 Prozent entspräche. Wegen der Zurückweisung von der Microsoft-Offerte kommt Yahoos Unternehmensführung zunehmend unter Druck.
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(sueddeutsche.de/AP/tob/mel)
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