Mehrfach ist Microsoft beim Versuch gescheitert, Yahoo zu übernehmen. Jetzt sucht sich das Unternehmen offenbar Verbündete - und könnte mit ihnen Yahoo zerschlagen.

Der US-Softwareriese Microsoft sucht einem Zeitungsbericht zufolge nach Verbündeten für einen neuen Anlauf zur Übernahme des Suchmaschinen-Geschäfts von Yahoo.

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Der Internetkonzern solle dabei praktisch zerschlagen werden, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen.

Microsoft habe bereits mit Time Warner und News Corp gesprochen. News Corp gehört wie das Wall Street Journal zum Medienimperium des Australiers Rupert Murdoch.

Eine gemeinsame Übernahme mit Unternehmen wie Time Warner oder News Corp würde die Zerteilung von Yahoo nach sich ziehen.

Dabei würde sich Microsoft die Suchmaschinen von Yahoo sichern. Der Rest der Internetaktivitäten könne an das Partnerunternehmen gehen, schreibt die Zeitung.

Vereinbarung unwahrscheinlich

Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass aus den bisher nur vorläufigen Gesprächen eine Vereinbarung mit Yahoo hervorgehe. Bei Microsoft war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Microsoft hatte Yahoo zunächst für mehr als 47 Milliarden Dollar ganz kaufen wollen. Als Yahoo ablehnte, strebte Microsoft als Alternative den Kauf eines 16-Prozent-Anteils sowie des Yahoo-Suchmaschinengeschäfts an.

Doch auch dieses Vorhaben scheiterte am Widerstand des Yahoo-Managements. Yahoo ging unmittelbar danach eine Werbe-Allianz mit Google ein.

Das US-Justizministerium leitete hier einem Bericht der Washington Post zufolge unterdessen eine formale Kartelluntersuchung ein. Damit war gerechnet worden, da Google mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent den Suchmaschinenmarkt dominiert und Yahoo mit knapp 17 Prozent auf Platz zwei liegt.

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(sueddeutsche.de/Reuters/hgn)