Von Interview: Thorsten Riedl

Chris Lewis, der Europaverantwortliche für die Xbox bei Microsoft über Verluste mit der neuen Spielkonsole und den Wettstreit mit Sony.

Am Freitag startet in Europa der Verkauf der neuen Microsoft-Konsole für Computerspiele, Xbox 360. Ein Internet-Portal für die zweite Generation der Xbox und gute Gewinne bei Spielen sollen beim Sieg gegen den Konkurrenten Sony helfen, erklärt Chris Lewis, der Europaverantwortliche für das Gerät bei Microsoft.

Xbox, AP

Der Verkaufsstart in den USA wurde als großes Event gefeiert. (© Foto: AP)

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SZ: Herr Lewis, die Xbox 360 kostet in den USA 399 Dollar, hierzulande aber 399 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von gut 20 Prozent. Wieso?

Lewis: Es gibt eine Reihe von Gründen, die für den Preisunterschied sprechen: länderspezifische Mehrwertsteuer etwa, Kosten für den Transport innerhalb von Europa oder Gerätevarianten in der jeweiligen Landessprache.

SZ: Trotz des recht hohen Preises legt Microsoft etwa 100 US-Dollar je Konsole drauf. Ist das nicht ein riskantes Spiel?

Lewis: In den ersten Monaten liegt der Verkaufspreis der Xbox 360 unter den Kosten für die Produktion. Das Geschäftsmodell im Konsolenbereich basiert darauf, eine große Zahl von Spielen zu verkaufen. Es lässt sich insofern mit dem Geschäft für Nassrasierer vergleichen: In dieser Industrie verdienen die Firmen ihr Geld mit den Klingen. Wir sind mit den ökonomischen Rahmendaten der Xbox 360 sehr zufrieden. Schon am Anfang wird sich das Xbox-Geschäft nach unseren Planungen nicht negativ auf den Gewinn von Microsoft auswirken. Mit der Zeit sinken die Produktionskosten, beispielsweise, weil der Chip in der Xbox 360 mit steigendem Absatz billiger wird. Richtig Geld verdienen wir, wenn viele Spiele für das Gerät im Handel erhältlich sind.

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