Von Ansgar Siemens

Microsoft versucht den Befreiungsschlag: Der Softwareriese senkt in den USA die Preise für seine Spielkonsole Xbox 360.

US-Softwareriese Microsoft wird am 8. August in den USA die Preise für seine Spielkonsole Xbox 360 senken - im Schnitt um 13 Prozent. Das Premiummodell soll dann für 350 Dollar statt bisher 400 Dollar zu haben sein.

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Die Spielkonsole Xbox 360 von Microsoft. (© Foto: Reuters)

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Auf dem deutschen Markt sind "bislang noch keine Preissenkungen geplant", sagte ein Microsoft-Sprecher zu sueddeutsche.de. Die Erfahrung legt nahe, dass der Konzern hierzulande bald nachziehen dürfte.

Mit dem Schritt in den USA will der weltgrößte Softwarekonzern vor dem Weihnachtsgeschäft Boden gewinnen im Konkurrenzkampf mit Nintendo und Sony. Die Nintendo-Konsole Wii ist mit 250 Dollar deutlich günstiger als die XBox und entwickelte sich in den vergangenen Monaten zum Verkaufsschlager.

Sony hatte im Juli die Preise für die Playstation 3 in den USA um 17 Prozent gesenkt. Microsoft hatte die Xbox Ende 2005 eingeführt und die Preise seitdem stabil gehalten. Die Playstation ist das mit Abstand teuerste Gerät - es kostet auch nach der Preissenkung noch 499 Dollar.

"Wir wollen neue Kunden gewinnen und den Preis für diese Leute senken", begründete Xbox-Produktmanager Aaron Greenberg die Preissenkung laut New York Times.

Der Schritt dürfte auch helfen, von Negativschlagzeilen abzulenken. Im vorigen Monat gab Microsoft bekannt, man wolle 1,15 Milliarden Dollar ausgeben, um Fehler an der Xbox 360 zu beheben.

Die drei Hersteller der Konsolen - Sony, Nintendo, Microsoft - liefern sich einen erbitterten Konkurrenzkampf. Sie machen meist mit den Spielcomputern Verluste. Gewinn spülen Spiele in die Kassen, die speziell für die Konsolen entwickelt werden.

Microsoft will mit seiner Spieledivision im laufenden Geschäftsjahr, das im Juni 2008 endet, erstmals schwarze Zahlen schreiben. Große Hoffnungen setzt Microsoft in das neue Spiel "Halo 3", das am 25. September in US-Regalen liegen soll.

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(sueddeutsche.de)