Banken und Autokonzerne können auf staatliche Unterstützung hoffen. Doch auch die deutsche Pornoindustrie ist scharf auf eine Finanzspritze.

Weltweit bekommen Banken und Industrieunternehmen staatliche Unterstützung. Die deutschen Erotikhändler sind bislang jedoch nicht in den Genuss staatlicher Hilfen gekommen. Dabei könnte die deutsche Sex- und Pornoindustrie durchaus Geld brauchen. "Wirtschaftliche Hilfe wäre sinnvoll", sagte Uwe Kaltenberg vom Bundesverband Erotikhandel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Sex ist ein Grundbedürfnis des Menschen, daher sollte die Pornoindustrie auch von Staatshilfen profitieren, finden die deutschen Erotikhändler. (© Foto: ddp)

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Die Erotikbranche, die vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben besteht, hat bereits Ideen, wie Staatsgeld genutzt werden könnte - zum Beispiel für Fortbildungen.

Sex als Grundbedürfnis

Dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, glaubt Kaltenberg allerdings selbst nicht so recht. "Die Rettung von Opel ist für eine Wahl eben besser als die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Betrieben unserer Branche", zitierte ihn die Zeitung. Dabei sei Sex doch ein Grundbedürfnis des Menschen.

Dem Verband gehören 365 Mitglieder an, darunter sind Ladengeschäfte, Großhändler aber auch Pornofilm-Produzenten. Gerade die Filmproduzenten leiden Kaltenberg zufolge massiv unter der Konkurrenz aus dem Internet: "Der deutsche Pornofilm ist stark rückläufig", sagte er.

Anfang Januar hatte in den USA die dortige Pornoindustrie nach Banken und Autofirmen ebenfalls staatliche Finanzhilfen in Höhe von fünf Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) gefordert.

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(sueddeutsche.de/AP/tob/mel)