Banken und Autokonzerne können auf staatliche Unterstützung hoffen. Doch auch die deutsche Pornoindustrie ist scharf auf eine Finanzspritze.
Weltweit bekommen Banken und Industrieunternehmen staatliche Unterstützung. Die deutschen Erotikhändler sind bislang jedoch nicht in den Genuss staatlicher Hilfen gekommen. Dabei könnte die deutsche Sex- und Pornoindustrie durchaus Geld brauchen. "Wirtschaftliche Hilfe wäre sinnvoll", sagte Uwe Kaltenberg vom Bundesverband Erotikhandel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.
Sex ist ein Grundbedürfnis des Menschen, daher sollte die Pornoindustrie auch von Staatshilfen profitieren, finden die deutschen Erotikhändler. (© Foto: ddp)
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Die Erotikbranche, die vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben besteht, hat bereits Ideen, wie Staatsgeld genutzt werden könnte - zum Beispiel für Fortbildungen.
Sex als Grundbedürfnis
Dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, glaubt Kaltenberg allerdings selbst nicht so recht. "Die Rettung von Opel ist für eine Wahl eben besser als die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Betrieben unserer Branche", zitierte ihn die Zeitung. Dabei sei Sex doch ein Grundbedürfnis des Menschen.
Dem Verband gehören 365 Mitglieder an, darunter sind Ladengeschäfte, Großhändler aber auch Pornofilm-Produzenten. Gerade die Filmproduzenten leiden Kaltenberg zufolge massiv unter der Konkurrenz aus dem Internet: "Der deutsche Pornofilm ist stark rückläufig", sagte er.
(sueddeutsche.de/AP/tob/mel)
Linke mit neuer Führung
Mit Wirtschaftskrise haben diese nichts zu tun, sondern mit der Angebotsstruktur der neuen Medien. Jeder weiß, dass es im Internet heute ohne Weiteres auch ohne größere technische Kenntnisse möglich ist, an das "Produkt" kostenlos zu gelangen. Warum also dann Geld dafür ausgeben?
Managerbashing halte ich zwar für eine linke Zwanghaftigkeit, aber genauso verwerflich ist es, eigene Fehler oder Strategieprobleme unter der Wirtschaftskrise verstecken zu wollen.
Schliesslich wurde ich vom und mit Hilfe des Staates ausgeraubt und dadurch verhindert das ich meine Firma aufbauen kann. Ich will wenigstens mein Geld wieder haben; um auch meine Wirtschaft; führen zu können. Aber uns kleine Leute können die ReGierEnden Politiker nur berauben; helfen werden Die uns nie.
Guute Naaacht Deutschland
Das ist doch alle Blödsinn... wieso soll man große Betriebe fördern, die doch kleine Kaputt machen.
Wenn also ein Großer Kaputt geht entstehen viele neue Arbeitsplätze bei anderen Betrieben.
Schlimm sind Monopole und Patentrechte. Die gibts zwar nicht bei Porno (oder etwa doch?) aber es ist Blödsinn immer nur große Lobbyisten zu fördern.
Im Grund gehts uns allen schlechter und das liegt an gestiegenen Kosten. Also Verstaatlichung der Energiekonzerne würde schon viel bringen.
Aber auch ansonsten ist in Deutschland alles teurer... Miete, Telefon, Internet, Benzin etc.. Da muss man ansetzen. Nicht für billige Pornos sorgen.
Ich habe in Schweden auch eine ganz andere Einstellung der Leute beobachtet. Bei jedem Gesetz fragen sich die Leute "was bringt es mir und was kostet es mich." In Deutschland fragen sich die Leute nur "was bringt es mir", die Kosten sind den meisten völlig egal. Der Unterschied ist echt brutal, die Schweden sind VIEL kritischer was vermeintlichen Nutzen angeht. Gut, die haben ausufernde "all in one" Sozialsysteme bereits gehabt und sind daran fast zu Grunde gegangen. Die Nutzenfrage hat sich bei uns noch niemand gestellt. Bestes Beispiel ist das Konjunkturpaket: 1% weniger Abschwung für gefühlt 100 Mrd Aufwand. 1% sind 27 Mrd Wirtschaftsleistung, Kosten wie gesagt 50-100 Mrd. Effizient ist das wirklich nicht. Die Commerzbank, IKB und Landesbanken freut es.
Unser ALG-II ist übrigens ziemlich von den Schweden kopiert. Der Unterschied ist nur, dass in Schweden eine Wohn- und Heizkostenpauschale ausbezahlt wird, damit hat der Betroffene auszukommen. In Deutschland können Wohn- und Heizkosten regional über der Pauschale liegen. Über der Pauschale liegende Kosten werden daher im Sozialrecht für möglich gehalten, das Steuerrecht juckt dies aber nicht. Das geht nach dem Motto "selbst schuld wenn du in einer teuren Region wohnst".
Gestern hat die schwedische Regierung klar gemacht daß es dort keine Rettungspakete nach deutschem Vorbild geben wird. Bislang wurden dort auch keine Banken vor dem Konkurs gerettet - Der Staat hat lediglich konkurse Banken zu 100% übernommen - ohne soziale Hängematte für Eigner und Aktionäre - nur zum Schutz der Sparguthaben.
Warum die Schweden das so machen hat einen guten Grund - sie hatten vor rund 20 Jahren schon einmal eine schwere Finanzkrise - und sind sehr gut damit gefahren die Staatsfinanzen zusammenzuhalten an statt über jeder in die klemme geratenden Würstelbude (oder Pornoindustrie) irgendeinen Rettungsschirm aufzuspannen.
Wie richtig das war - mag man daran ablesen daß Schweden in den letzten Jahren eine veritable Hochkonjunktur hatte - sund sogar Schulden des Staates in nennenswertem Umfang tilgen konnte.
Bei uns wuchs der Schuldenberg selbst in den fettesten Jahren - und Hochkonjunktur gab´s bei uns zuletzt unter Finanzminister Ludwig Erhard.
Eigentlich schade daß das Modell Schweden immer nur zitiert wird wenn es um soziale Errungenschaften geht. Über die Grundlage für diese sozialen Errungenschaften wird zu selten ein Wort verloren.
Paging