Düstere Bilanz für 2008: Internationale Autohersteller melden starke Einbrüche ihrer Absatzzahlen auf dem US-Markt. Auch deutsche Hersteller leiden unter der Krise.
Die weltweite Talfahrt der Autoindustrie geht ungebremst weiter. In Japan brachen die Verkaufszahlen im Dezember um mehr als ein Fünftel ein. Auf dem weltgrößten Automobilmarkt, den USA, meldeten die Platzhirsche GM und Ford ein Minus von jeweils gut 30 Prozent.
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Weltweit brechen die Absatzzahlen auf den Automärkten ein. (© Foto: AP)
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Der Absatz des US-Autoherstellers Chrysler brach im Dezember um 53 Prozent ein. Im vergangenen Monat seien 89.813 Fahrzeuge verkauft worden, teilte das Unternehmen im US-Staat Michigan am Montag mit. Im Demember 2007 waren es noch 191.423 gewesen. Im gesamten Jahr 2008 gingen die Verkaufszahlen Chrysler zufolge um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr zurück, verkauft wurden 1,45 Millionen Autos.
Der japanische Weltmarktführer Toyota räumte einen Rückgang um 37 Prozent auf dem US-Markt ein. Die deutschen Hersteller schlugen sich besser, verbuchten aber ebenfalls Einbußen.
In Frankreich, wo seit kurzem eine Abwrackprämie für Altautos vom Staat winkt, fiel der Einbruch weniger stark aus.
Ford verkaufte 2008 mit 1,9 Millionen Fahrzeugen in den USA ein Fünftel weniger Neuwagen als ein Jahr zuvor. Doch der Konkurrenz geht es offenbar noch schlechter. Trotz eines Einbruchs um fast ein Drittel im Dezember reklamierte Ford, der Marktanteil sei noch gewachsen. Für das neue Jahr rechnen Experten wegen des Konjunkturtiefs mit noch schlechteren Zahlen.
Die deutschen Autobauer, in den USA nur Nischenanbieter, verzeichneten dort 2008 zwar samt und sonders Absatzrückgänge. Diese hielten sich aber in Grenzen. Der dort vor einem Jahr eingeführte Kleinwagen Smart hübschte bei Daimler die Bilanz auf. Dank des über Erwarten erfolgreichen Zweisitzers hinkten die US-Verkaufszahlen nur um 1,5 Prozent hinter dem Vorjahreswert her, obwohl Mercedes-Benz ein Minus von 11,2 Prozent hinnehmen musste. Im Dezember brach der Absatz von Mercedes-Benz in den USA um 32 Prozent ein.
Volkswagen verzeichnete 2008 mit der eigenen Marke ein Minus von 3,2 Prozent. "Wir haben fünf neue Modelle auf den Markt gebracht, mit denen wie uns gegen den wirtschaftlichen Abschwung stemmen konnten", bilanzierte USA-Vertriebschef Mark Barnes. Im Dezember stand ein Minus von 14,4 Prozent zu Buche. "VW of America hat einen Plan für eine erfolgreiche Zukunft hier in den USA", sagte Barnes.
Die VW-Oberklassemarke Audi setzte 2008 in den USA 6,1 Prozent weniger Autos ab. Die Sport- und schweren Geländewagen von Porsche litten besonders unter dem zeitweiligen Benzinpreis-Schock der Amerikaner und der heraufziehenden Konjunkturkrise. Der Absatz brach 2008 um 25,2 Prozent ein. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte mehrfach beteuert, der Luxuswagenbauer werde keinesfalls die Preise senken und lieber weniger Autos verkaufen.
Opel versucht dagegen die Kundschaft offensiv mit Preissenkungen zu locken. Zu Jahresbeginn wurden die Modelle Astra, Corsa, Zafira und Meriva offiziell um gut acht Prozent billiger. VW, BMW und Daimler hatten vor kurzem trotz sinkender Verkaufszahlen die Preise noch erhöht. Zum Listenpreis gehen ohnehin derzeit nicht viele Neuwagen an den Kunden. Händler werben aggressiv mit Rabatten oder nutzen sogenannte Tageszulassungen, um praktisch neue Fahrzeuge als Gebrauchtwagen zu verkaufen.
Franzosen nehmen Abwrackprämie mit
In Frankreich sanken die Verkäufe von Neuwagen im Dezember um 15,8 Prozent. Im Gesamtjahr gingen die Neuzulassungen um 0,7 Prozent zurück. Eine Abwrackprämie, über die auch in Deutschland diskutiert wird, dürfte den französischen Markt vor Schlimmerem bewahrt haben: Wie der Branchenverband CNPA berichtete, hat sich jeder dritte Neuwagenkäufer die Prämie gesichert. Der Staat schießt den Käufern von umweltfreundlichen Neuwagen 1000 Euro zu, wenn sie sich von einem mindestens zehn Jahre alte Fahrzeug trennen.
Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch in Asien Bremsspuren. In Japan brach die Zahl der verkauften Autos, Lastwagen und Busse im Dezember zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent ein. So schlechte Absatzzahlen hatte es dort noch nie gegeben. Auch das ganze Jahr 2008 wird den Herstellern als eines der schlechtesten seit Jahrzehnten in Erinnerung bleiben: Die Zahl der verkauften Wagen sank um 6,5 Prozent auf 3,21 Millionen. Weniger Fahrzeuge hatte die Branche zuletzt vor 34 Jahren abgesetzt.
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(Reuters/ihe/jkr)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Steht doch heute schon in der Zeitung. Opel senkt Preise. Ich werde mir jedoch auch keine Gedanken machen einen Opel zu kaufen. Denn, jeder Laden der zu macht gibt Rabattverkäufe zum Besten. In den usa Rabatte von 40 -50 % schon Realität. In Belgien gibt es ein kleineres Auto gratis, wenn ein Benzinschlucker gekauft wird. Also abwarten, demnächst wird die Automobilbranche mit Milliarden Steuergeldern unterstützt und kann dann die Karren verschenken. Wurden ja schon von uns Steuerzahlern bezahlt.
C-Klasse für 4 Personen zu klein??? und dann auch noch der Kombi?
Als ich klein war sind wir mit der ganzen Familie (5 Personen) mit einem Fiat Tipo nach Spanien gefahren - da waren wir über 20 Stunden unterwegs.
Bei so einer Logik ist ein Golf wohl auch zu klein, um damit 10 km zur Arbeit zu fahren, geschweige denn ein Fahrrad, das findet man nicht mehr, wenn man es mal abgestellt hat.
Und was hat nun Ihr kommentar mit den Verkaufszahlen der Autoindustrie in den USA zu tun?
Wer will diese Panzer auch noch haben? Man muss schon sehr blauäugig sein wenn man glaubt, dass der Ölpreis auf diesem niedrigen Niveau verharren wird. USA/Israel haben den Iran doch bereits im Fokus! Erst wird das "Palästinenser Problem" gelöst, dann die Hisbollah und dann kommt die Demokratie -in Form von Phosphorbomben- über den Iran! Wetten?
Diejenigen, die die Krise herbeireden, erzeugen erst die Krise.
Wenn alle von Krise reden, werden erst recht keine Autos gekauft, sondern das Auto wird weitergefahren.
Auf dem Automarkt gab es schon vor der Krise eine Überproduktion. Und die Autohersteller sprachen von Produktionszielen bis 2015, die teilweise Steigerungsraten von 50% bedeuteten. Wer soll die vielen Autos kaufen. Auch wenn man bei den Produktionssteigerungen hauptsächlich an Schwellenländer dachte, waren die Zahlen zu hoch. Aktuell geht es sogar rückwärts. Damit hatte kein Autohersteller gerechnet.
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