Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 11,4 Prozent gewachsen - und boomt noch mehr als in den vergangenen 13 Jahren. Damit ist China kurz davor, Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt abzulösen.
Die chinesische Wirtschaft ist 2007 um 11,4 Prozent gewachsen. Dies ist der größte Anstieg seit 14 Jahren, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten amtlichen Statistiken hervorgeht.
Chinas Wirtschaft wächst noch schneller als in den vergangenen Jahren. (© Foto: Reuters)
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Getragen wurde das Wachstum demnach vor allem von einem Boom der Exporte und der Investitionen. Jüngste Bemühungen der Regierung, die Konjunktur etwas abzubremsen, um eine Überhitzung zu vermeiden, hatten offensichtlich keinen Erfolg. Den Angaben zufolge schwächte sich das Wachstum gegen Jahresende allerdings etwas ab.
Japans wichtigster Exportmarkt
Damit könnte China schon bald den dritten Platz in der Weltwirtschaft nach den USA und Japan einnehmen und Deutschland von dieser Position verdrängen, wie Analysten erklärten. Diverse Anhebungen der Zinssätze und andere Maßnahmen zur Konjunkturberuhigung zeigten laut Statistik erst im vierten Quartal etwas Wirkung. In diesem Zeitraum betrug das Wachstum 11,2 Prozent gegenüber 11,5 Prozent im dritten Quartal.
Negative Auswirkungen der überhitzten Konjunktur zeigten sich in der ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Inflationsrate. Diese betrug im Dezember 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im November hatte die Inflation sogar bei 6,9 Prozent gelegen, die höchste Quote seit elf Jahren.
Im Jahresdurchschnitt wurde damit für 2007 ein Preisanstieg von 4,8 Prozent verbucht - weit über dem Planziel der Regierung von rund 3 Prozent. Dem nationalen Statistikamt zufolge waren vor allem Konsumgüter und Mieten betroffen. Die Regierung hatte sich mit diversen Maßnahmen darum bemüht, insbesondere den Preisanstieg bei den Lebensmitteln aufzuhalten, was jedoch kaum gelang.
China ist außerdem auch als Importeur ein wichtiger Handelspartner. Für Japan ist China inzwischen wichtigster Exportmarkt und löste im vergangenen Jahr die Vereinigten Staaten ab. Wie das Finanzministerium in Tokio am Donnerstag mitteilte, beliefen sich die Ausfuhren in die Volksrepublik (inklusive Hongkong) im Jahr 2007 auf einen Gesamtwert von 17,4 Billionen Yen. Die Exporte in die USA gingen dagegen um 0,2 Prozent zurück auf 16,9 Billionen Yen.
(AP/Reuters/woja)
Demonstrationen in Hamburg
Ich hätte mir in dem Artikel tiefere Aussagen über die Importe und Exporte nach und von Deutschland erwartet. Auch über die menschenunwürdigen Arbeitsverhältnisse wurde nichts ausgesagt.
Im Lande beträgt das BSP je Kopf etwa 15% des westeuropäischen Niveaus, darin liegt die Dynamik. Ähnliche Unterschiede gibt es im Land sselbs, zwischen den prosperierenden Küstenprovinzen und West -Zenralchina.
Beeindruckend ist auch die enorme Leistungsbereitschaft der einzelnen, besonders die Generation der Post-Kulturrevolution.
Beschleunigt wird das Ganze natürlich auch durch diegewaltigen Investitionen der wetlichen Industrieländer und Japans.
Wenn die USA, wo protektionistische Tendenzen immer mehr zunehmen, ihre Märkte schließen, hat es sich in China ausgeboomt.
Unsinn. Von einem niedrigen Niveau auf ein mittleres zu kommen ist immer einfacher als von einem hohen auf ein noch höheres. Südkorea hatte über Jahrzente auch zweistellige Wachstumsraten und muss sich gerade dran gewöhnen, dass das wohl nur noch selten der Fall sein wird. Und dass 1,3 Milliarden Chinesen mehr Wirtschaftsleistung hinkriegen als 82 Millionen Deutsche ist kein Wunder. Daran werden sich sicherlich auch noch 127 Millionen Japaner und 300 Millionen Amerikaner gewöhnen müssen, falls die Chinesen sich nicht allzublöd anstellen.
keine Reglementierungen, Verbote, Begrenzungen für alles und jedes?