Beim Fernsehen sparen: Kalifornien will stromfressende Fernsehgeräte verbannen, Infineon macht erstmals seit drei Jahren Gewinn und die Telekom will T-Home und T-Mobile zusammenlegen.
In Zukunft nur noch stromsparende Flimmerkisten: Als erster US-Bundesstaat will Kalifornien stromfressende Fernsehgeräte verbannen. Die Energie-Kommission des bevölkerungsreichsten Bundesstaats des Landes beschloss einstimmig, ab 2011 nur noch Geräte mit niedrigem Stromverbrauch zuzulassen. Dadurch sollen mehr als acht Milliarden Dollar (knapp 5,4 Milliarden Euro) Stromkosten gespart werden. Alle neuen Fernseher müssen 2011 rund ein Drittel weniger Strom verbrauchen, ab 2013 soll der Energieverbrauch um 50 Prozent reduziert werden. Die derzeit rund 35 Millionen Geräte in kalifornischen Haushalten sind von der neuen Regelung aber nicht betroffen.
Raus aus den kalifornischen Wohnzimmern: Ab 2011 sollen neue Fernseher rund ein Drittel weniger Strom verbrauchen. (© Foto: dpa)
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Durch die neuen Standards für Fernseher können die umweltschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Kalifornien nach Angaben des Stromversorgers Pacific Gas & Electric um drei Millionen Tonnen reduziert werden. Nach den Berechnungen der Energie-Behörde können effizientere Geräte die jährliche Stromrechnung um 30 Dollar entlasten. Im Staat Kalifornien könnten damit in den ersten zehn Jahren über acht Milliarden Dollar gespart werden. Fernseher machen derzeit rund zehn Prozent der Stromkosten in den kalifornischen Haushalten aus.
Infineon fährt wieder Gewinn ein
Erster Gewinn nach fast drei Jahren: Dank massiver Kosteneinsparungen und einer Erholung der Nachfrage schreibt der Halbleiterkonzern Infineon nach langer Zeit wieder schwarze Zahlen.
Wie das Unternehmen mitteilte, fiel in dem Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal ein Überschuss von 14 Millionen Euro an. Im Vorquartal war noch ein Verlust von 23 Millionen Euro angefallen. Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2008/2009 rettete das solide Schlussquartal zwar nicht, Vorstandschef Peter Bauer gab sich für die kommenden Monate aber wieder optimistischer.
An der Börse wurden die Nachrichten gut aufgenommen. Die Infineon-Aktie legte am Morgen um gut 1,7 Prozent auf 3,52 Euro zu. Im Gesamtjahr brach der Umsatz allerdings von 3,9 auf 3,0 Milliarden Euro ein. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich auf einen Verlust von 220 Millionen Euro. Zumindest unter dem Strich sah das Ergebnis aber besser aus, da im Vorjahr die defizitäre Speicherchiptochter Qimonda den Mutterkonzern fast mit in den Abgrund gerissen hätte. Nach einem Netto-Verlust von mehr als 3,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr kam Infineon 2008/2009 auf einen Verlust von 671 Millionen Euro.
Telekom vor radikalem Umbau
Die Deutsche Telekom stellt die Weichen für eine radikalen Konzernumbau. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Hannover sollen die Aktionäre des Unternehmens ihre Zustimmung zur Zusammenführung der Festnetzsparte T-Home und der Mobilfunksparte T-Mobile in Deutschland geben.
Die Zustimmung der Aktionärsversammlung gilt als sicher. "Jetzt ist die richtige Zeit für die Zusammenführung des Mobilfunk- und Festnetzgeschäfts. Zwei gesunde und wettbewerbsfähige Geschäftsbereiche werden gemeinsam noch stärker", betonte der Vorstandsvorsitzende René Obermann anlässlich der Hauptversammlung.
Die Telekom reagiere mit der Zusammenführung auf die Herausforderungen der Branche. Der Konzern werde dadurch künftig besser in der Lage sein, integrierte Lösungen und Dienstleistungen für Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand anzubieten.
Mit der Neustrukturierung sollen das inländische Festnetz- und das Mobilfunkgeschäft eng verzahnen werden. Das Potential sei enorm, erklärte Obermann. Bislang habe nur jeder fünfte der 29 Millionen Kundenhaushalte sowohl einen Festnetz- als auch einen Mobilfunkvertrag bei der Telekom. "Sollten wir von den übrigen Kunden auch nur ein Prozent als Doppelkunden gewinnen, kann unser Umsatz um bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr steigen", sagte Obermann.
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