Kartellstrafen für Baustoffbranche

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Das Bundeskartellamt hat gegen Verbände und Handelsgruppen der Baustoffbranche Geldbußen von insgesamt 13,4 Millionen Euro verhängt. Die Strafen treffen die Baumarkt- und Baustoffgruppe Hagebau, die größte europäische Baustoffhandels-Kooperation Eurobaustoff, vier Einzelpersonen sowie den Verband Norddeutscher Baustoffhändler und den früheren Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, er heißt heute Baustoff-Fachhandel Landsberg.

Grund für die Geldbußen ist eine seit 2006 erhobene Aufstellgebühr für Trockenmörtel-Silos, teilte das Kartellamt mit. Dafür habe es verbotene Absprachen gegeben. Mörtel-Abnehmer wie Mauerer oder Stuckateure wurden geschädigt. Mit den wettbewerbsbeschränkenden Absprachen habe sich bundesweit und praktisch flächendeckend der Preis für Mörtel deutlich erhöht, sagte eine Sprecherin in Bonn.

Bereits im Juli 2009 hatte das Bundeskartellamt wegen derselben verbotenen Verabredungen gegen neun Mörtelhersteller Geldbußen von fast 40 Millionen Euro verhängt. Nach den Herstellern wird nun der Handel mit Bußgeldern belegt, weil er diese Praxis unterstützte und selbst von ihr profitierte.

Lufthansa fliegt Minus ein

Schrumpfende Passagier- und Frachtzahlen haben bei der Lufthansa im vergangenen Jahr für einen Verlust gesorgt. Das Minus betrug 112 Millionen Euro, teilte die Lufthansa mit. 2008 hatte sie noch ein Plus von 542 Millionen Euro erzielt. Der Vorstand werde daher vorschlagen, für 2009 keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Zuletzt hatte die Lufthansa 2003 einen Verlust ausweisen müssen.

Die Lufthansa hatte bereits Mitte Januar Zahlen zu Passagier- und Frachtaufkommen im vergangenen Jahr vorgelegt. Danach flogen im vergangenen Jahr rund 55,6 Millionen Gäste mit der Lufthansa - 2,6 Prozent weniger als 2008. Die Frachttochter Lufthansa Cargo transportierte demnach 2009 rund 1,5 Millionen Tonnen Fracht und Post und damit 10,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Arbeitsministerin und Gewerkschaft gehen auf Schmusekurs

Beim Einstieg in die umstrittene Rente mit 67 will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auch auf die Gewerkschaften hören. Es gehe darum, "die Rente mit 67 so mit Leben (zu) füllen, dass wir eines Tages sagen können, es ist tatsächlich möglich, Arbeit bis 67 sinnvoll zu ermöglichen", sagte von der Leyen nach einem ersten Gespräch mit dem Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin. DGB-Chef Michael Sommer sagte, es habe an "ein paar Stellen Sichtweisen" gegeben, "wo man sich annähert".

Zwischen 2012 und 2029 wird das abschlagsfreie Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Gewerkschaften sehen darin vor allem ein Rentenkürzungsprogramm und fordern flexible Übergänge und Verbesserungen für erwerbsgeminderte Frührentner. In diesem Jahr muss die Regierung wegen des bevorstehenden Einstiegs in die Rente mit 67 die Beschäftigung Älterer überprüfen.

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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/Reuters/jcb/mel)